Artikel aus den Stuttgarter Nachrichten vom 04.08.2011
Filmkritik
Super 8
Sommerferien 1979, in einer US-Kleinstadt schwebt der kleine Joe im siebten Himmel: Seine hübsche Klassenkameradin Alice wird in dem Zombiefilm mitspielen, den er mit Kumpel Charles plant. Doch beim heimlichen Nachtdreh am Bahnhof wird die junge Crew Zeuge einer spektakulären Güterzugentgleisung, in deren Folge das Militär auftaucht und seltsame Dinge vor sich gehen. Was hatte der Güterzug geladen? Für die Schüler beginnt das Abenteuer ihres Lebens. Regisseur J. J. Abrams ("Lost") Film "Super 8" versteht sich als eine Liebeserklärung an Science-Fiction-Klassiker wie "E.T." oder "Unheimliche Begegnung der dritten Art" und dürfte Kennern wohlige Gänsehaut bereiten. Mit viel Liebe zum Detail, einem wunderbaren Kinderensemble, einer an John Williams erinnernden Filmmusik, tollen Effekten und einer sehr dynamischen Tonspur überzeugt vor allem die erste Hälfte. In der zweiten bietet das Drehbuch leider kaum noch Überraschungen und folgt dann nur noch längst bekannten Regeln.
Wolfram Hannemann
04.08.2011 - aktualisiert: 04.08.2011 10:08 Uhr