Artikel aus den Stuttgarter Nachrichten vom 22.12.2011
Alvin und die Chipmunks 3: Chipbruch
Streifenoper
Wie zu erwarten, endet die Kreuzfahrt der Chipmunks und die Chipettes in einer Katastrophe. Der Übermut der musikalischen Nager lässt sie als Schiffbrüchige auf einer einsamen Insel stranden. Eine Seefahrt kann lustig sein, muss es aber nicht. Das zumindest beweist der nunmehr dritte Kinofilm mit den quietschvergnügten Streifenhörnchen. Hat man sich erst einmal mit den nervtötenden Heliumstimmchen der pummeligen Winzlinge abgefunden, sieht man sich mit einem unausgegorenen Drehbuch konfrontiert. Hier wird vorhandenes Komödienpotenzial einfach nicht genutzt. So führt die Stippvisite der Chipmunks im Bord-Kasino nicht etwa zu einer willkommenen Slapstickeinlage, sondern läuft geradewegs ins Leere. Diese Streifenoper dürfte trotz aufwendiger Animationstechnik selbst ganz kleinen Zuschauern schnell langweilig werden.
Wolfram Hannemann
22.12.2011 - aktualisiert: 22.12.2011 11:16 Uhr