Dauerausstellung an der Universität Stuttgart - Campus Stadtmitte K II
Hiroshima in der Vitrine
Dachziegel als Dankesgeste
Am 6. August 1945 um kurz nach 8 Uhr morgens zerstört der weltweit erste Atombombenabwurf auf Hiroshima durch die US Luftwaffe die Stadt und kostet über 80.000 Menschen unmittelbar das Leben. Weitere 20.000, so die Schätzugnen, werden an den Spätverfolgen sterben. Noch heute leiden rund 340.000 Menschen unter ihrem Schicksal als "Hibakusha" (Explosionsopfer).
Um Atombombenversuche jeglicher Art weltweit zu stoppen, hat die UN-Abrüstungskonferenz 1996 den Kernwaffenteststoppvertrag erarbeitet. Obwohl von UN-Generalversammlung angenommen, kann der Vertrag bis heute nicht in Kraft treten, weil sich Ägypten, China, Indien, Iran, Israel, Nordkorea, Pakistan und die USA weigern, ihn zu unterzeichnen.
Noch heute ist ein Großteil der amerikanischen von der Notwendigkeit der Atombombenabwürfe auf die japanischen Städte Hiroshima und Nagasaki überzeugt, mit denen eine schnelle Kapitulation Japans und damit das Ende des Zweiten Weltkriegs erreicht werden sollte.
Im Rahmen eines Projektseminars am Historischen Institut der Universität Stuttgart entstand die Dauerausstellung "Hiroshima in der Vitrine". Herzstück der Schau sind angeschmolzene Dachziegel, mit deren Versendung sich die "Assiciation of Hiroshima University Students for Sending an Atomic Bombed Roof Tile" bei Institutionen bedankt, die sich nach dem Zweiten Weltkrieg am Wiederaufbau der heutigen Hiroshima University beteiligten - darunter auch die Universität Stuttgart.
mw
02.02.2012 - aktualisiert: 02.02.2012 12:37 Uhr