Alexander Payne gehört zu der jungen Garde neuer Filmemacher, die in Hollywood Filme realisieren, die im Grunde Hollywoods eigenen Gesetzen widersprechen. "About Schmidt" machte ihn berühmt, und sein neuer Film "Sideways" ist für einen Oscar nominiert. Grund genug für einige Nachfragen.
Ist ein Regisseur, der sich den gängigen Regeln Hollywoods verweigert, nicht sehr irritierend für viele?
Ich weiß nicht. Ich bin nett, ich bin höflich und ich komme gut klar mit vielen dieser Typen aus den Studios. Aber ich ich weiß nicht, was man hinter meinem Rücken sagt. Manchmal bin ich vielleicht etwas arrogant. Aber ich höre zu, ich werde nicht wütend. Meine Filme kosten nicht so viel Geld, und sie verdienen Geld.
Woher nehmen Sie das Vertrauen in Ihre Fähigkeiten?Vielleicht hatte ich hervorragende Eltern. Oder ich denke mir vielleicht, das Leben ist so kurz. Was soll man sich die Angelegenheit in den paar Jahren unnötig schwer machen. Es ist doch eh nur ein großes Spiel. Da kann ich doch auch ein bisschen Spaß haben. Außerdem ist es wichtig, Selbstvertrauen zu haben, wenn man Filme macht. Es steht so viel Geld auf dem Spiel. Millionen Dollar. Da ist es wichtig, dass die Leute das Gefühl haben, in sicheren Händen zu sein. Und das geht nur, wenn man selbst das Gefühl hat, dass alles gut wird. Dieses Vertrauen habe ich. In mir habe ich aber natürlich auch die Panik, dass es ein fürchterlicher Film wird.