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Artikel aus den Stuttgarter Nachrichten vom 02.03.2006

Underworld: Evolution

Bis an die Zähne bewaffnet

Underworld - die Bedeutung ist klar. Es ist die Welt der Finsternis, die Welt, deren Bewohner das Licht scheuen und deren Gedanken und Gefühle genau so finster sind wie die Welt, in der sie leben. Evolution - das ist die stetige Fort- und Höherentwicklung. Doch diese muss nicht zum Besseren der Welt dienen.

In "Underworld Evolution" bezieht sich die Fortentwicklung von Vampiren und Werwölfen allein auf die zunehmenden Fertigkeiten beim Kampf der feindlichen Gruppen gegeneinander: bessere Waffen, bessere Vernichtungsmittel, bessere Möglichkeiten, mit der ihnen feindlichen Natur fertig zu werden - die Vampire mit dem Tageslicht, die Werwölfe mit der Sterblichkeit. Um es deutlich zu sagen: Bei jedem mörderischen Treffen fallen mehr Köpfe, fließt mehr Blut!

War schon im ersten Film von Len Wiseman (Regie) und Danny McBride (Drehbuch), Titel "Underworld", Kate Beckinsale als Vampirprinzessin Selene die treibende Kraft, so steht sie hier erst recht im Mittelpunkt aller immer hektischer werdenden Aktionen. Unterstützt von zahlreichen Rückblenden, hüpft und hechtet sie, bis an die Zähne bewaffnet und ohne jede Scheu, durch die brutale Männerwelt und durch das chaotische Geschehen: ein Klasseweib in schwarzem, eng anliegendem Leder, das jedem die Zähne zeigt.

Der Hollywood-Horror, diesmal nicht in Ungarn, sondern in Kanada ins Bild gebannt, feiert schauerlich-schöne Feste. Und für schlichte Gemüter wirkt das Ganze wie eine Art Monumental-Leichenschau für das Guinnessbuch der Rekorde.
 

Otto Kuhn

02.03.2006 - aktualisiert: 02.03.2006 11:10 Uhr

 


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