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Artikel aus den Stuttgarter Nachrichten vom 23.03.2006

The Hills Have Eyes - Hügel der blütigen Augen

Hungrige Mutanten

Urlaubsfahrt ins Grauen: Die Carters durchqueren mit dem Wohnwagen die Wüste New Mexicos und haben prompt in einem durch Atombombentests verseuchten Sperrgebiet eine Autopanne. Bald treten nicht nur unterdrückte Spannungen zu Tage, die Großfamilie gerät auch ins Visier bösartiger Mutanten, denen die Strahlung neben einem unappetitlichen Äußeren einen Appetit auf Menschenfleisch beschert hat.

Radioaktivität führt zur Revolte mutierter Wesen - schon in den Fünfzigern war dies ein beliebtes Science-Fiction-Motiv. Der Film des französischen Horror-Shooting-Stars Alexandre Aja ist denn auch ein Remake eines 29 Jahre alten Frühwerks von Wes Craven ("Scream"), der in der Neuauflage als Produzent fungiert. Eine kritische Auseinandersetzung mit dem Thema bleibt indes aus, auch wenn das der leicht an Stanley Kubricks "Dr. Seltsam" erinnernde Vorspann zunächst suggeriert - zu fidelen Countryklängen werden Aufnahmen von Atombombentests mit denen missgebildeter Strahlenopfer kontrastiert. Aja interessiert lediglich die Ausbeutbarkeit des Sujets für Horror-Effekte; die Mutanten, eigentlich selbst Opfer der Gesellschaft, bleiben holzschnittartige Symbole des Bösen.

Dessen ungeachtet ist dem Regisseur ein spannender, ungemein harter und verstörender Horror-Reißer gelungen, der neben drastischen Schock-Sequenzen auch mit für das Genre überdurchschnittlich guten Darstellern aufwarten kann. Für Fans sicher ein Highlight.
 

Oliver Stenzel

23.03.2006 - aktualisiert: 23.03.2006 12:43 Uhr

 


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