Leitartikel

Raffen für den Ruhestand



24.12.2007 10:48
Autor: A. Kinzinger

Tja, gute "Geschäftsideen" muss man haben. Ob beim Sport, in der Kirche, beim Staat oder in der Wirtschaft. Die beste Geschäftsidee war zweifellos die Einführung der Kapital- und Zinswirtschaft, die Steuern, Abgaben, Ablasshandel und Gebühren.

Ohne großen Einsatz von Muskelkraft und Lebensenergie lässt sich hiermit gutes Geld verdienen. Zweifellos die genialste Geschäftsidee aller Zeiten.
Das ganze dann noch als "heilig" oder "hoheitlich" zu erklären übertrifft die
"hellsten" Geschäftsideen.

Aber bittschön - beichten nicht vergessen!



 

22.11.2007 12:36
Autor: Marlies

Alle Abgeordneten, die der Meinung sind, sie würden anderweitig mehr verdienen sollen gehen.
Der Staat hat soviel Schulden, daß er auf raffgierige Leute verzichten muß.
Die Altersversorgung muß der allgemeinen angepasst werden, dass wird dann dazu führen, dass die Rentenkassen nicht mehr durch die Politiker geplündert sondern gut gefüllt werden.


 

11.11.2007 16:58
Autor: Dieter D.

Die Abgeordneten sind doch Vorbilder für uns und zeigen uns den Weg wie man Lügt, betrügt und auf raffinierte Weise zu Geld kommt. Es fängt schon damit an wie ( laut Fernsehbericht) einige Abgeordnete Ihre Anwesenheit durch die Stempelkarte bezeugen, um danach schnell zu verschwinden um einer anderen Tätigkeit nach zu gehen. Wenn ein Arbeiter das gewagt hätte, wäre dies ein Kündigungsgrund. Tolle Vorbilder unsere Abgeordneten! Aber ich glaube Geld verdirbt den Charakter! Oder sind sie etwa schon alle kriminell?


 

10.11.2007 09:50
Autor: Walter Keim

Abgeordnete verdienen Millionen nebenher

Berlin - Immer mehr Bundestags-Abgeordnete verdienen laut einer Studie
zusätzliches Geld durch Nebentätigkeiten. 142 der 613 Berliner
Parlamentarier nahmen allein bis Ende September dieses Jahres neben ihren
Diäten Honorare im Gesamtwert von mindestens 5,8 Millionen Euro ein.

Das geht aus einer Untersuchung der Beratungsfirma deducto hervor. Dies sei
im Vergleich zum gesamten Jahr 2006 eine Steigerungsrate von fast 400
Prozent. Im Jahr 2005 hatten nach den Angaben lediglich 38 Parlamentarier
Nebeneinkünfte in Höhe von insgesamt 447 000 Euro beim Bundestag angegeben.
2006 hätten 60 Abgeordnete einen Zusatzverdienst von insgesamt 1,4 Millionen
Euro gemeldet.

Die Berechnungen des Unternehmens basieren auf den seit diesem Jahr gültigen
strengeren Verhaltensregeln des Bundestags. Danach müssen Abgeordnete über
die Höhe ihrer Nebeneinkünfte in drei Stufen Auskunft geben. Der Studie
zufolge kommt durchschnittlich jeder Parlamentarier auf fast vier
Nebentätigkeiten. 533 Abgeordnete gäben an, gegenwärtig eine Tätigkeit mit
oder ohne Bezahlung neben dem Mandat auszuüben, hieß es in der Mitteilung
des Unternehmens weiter.

http://www.weltexpress.info/index.php?artikel_id=65488&lan=de&rubrik=2&paket_id=2031
--
Walter Keim
Netizen: http://walter.keim.googlepages.com


 

09.11.2007 11:48
Autor: manfred Siffermann

Von gut 80-90% der Abgeordneten höhrt man die ganze Legislaturperiode überhaupt nichts, diese vertreten auch keine eigene Meinung, sondern unterwerfen sich sztrenger Parteidisziplin als Stimmvolk. Sind also im Grunde überflüssig. Die ganzen Parlamente gehörten um mehr als die Hälfte verkleinert. Die Arbeit währe effektifer und könnte auch im Sinne gewahrter Unabhänigkeit besser bezahlt werden, ohne daß dies den Steuerzahler zusätzlich belastet. Nicht einzusehen sind allerdings die fürstlichen Pensionen der Parlamentarier und Beamten. Hier sollte das normale Rentenniveau zur Anwendung kommen, wie es für alle Werktätigen gild. Schließlich kann man auch von diesen Leuten verlangen, daß sie wie alle anderen privat fürs Alter vorsorge treffen.


 

09.11.2007 10:12
Autor: Gerhard Pfeiffer




Diäten


Diät steht im Allgemeinen für Abnehmen. Der Plural „Diäten“ für Zunehmen. Das ist paradox, aber logisch und berechtigt.
Sollen doch unsere Politiker und Mandatsträger frei sein laut Gesetz in ihren Entscheidungen, nur sich selber und ihrem Gewissen verpflichtet. Hoffentlich haben alle eines?!
Zur Freiheit der Gedanken gehört aber eine absolute Unabhängigkeit. So wie in USA überwiegend nur reiche Leute in die Politik kommen, sollten auch unsere Politiker wirtschaftlich weitgehend unabhängig sein. Bestechungen und Lobby-Vertretungen kann man dadurch etwas entgegen wirken.
Ich bin dafür, daß die Diäten verdoppelt werden. Um das aufwandsneutral zu halten, müssen alle öffentlichen Gremien personell halbiert werden. „Viele Köche verderben den Brei“! sagt der Volksmund. Recht hat er. Wenn wir nur die aktiven Leistungsträger behalten und die Mitläufer aufgeben, fehlt absolut nichts.




Gerhard Pfeiffer



 

09.11.2007 10:07
Autor: Ali

Die Bezahlung und Auslese der Volksvertreter hat aus meiner Bürgersicht zwei gravierende Fehler.

1. Die Bezahlung ist insofern fragwürdig, als dass die gesetzlichen Grundlagen ihrer Bezahlung es ihnen als Volksvertreter in ihrem Sonderstatus - in Abkehr von Verdientgrenzen - nicht vorschreibt, ihre Einkünfte sozialabgabepflichtig in den Renten- und gesetzlichen Krankenkassen zu gestalten.
Das Ergebnis wäre
- sofortige Unterbindung einer fortwährenden Entsolidarisierung von den Menschen, die sie mittels ihrer selbstgestalteten Sozialpolitik lenken;
- Rückführung der Volksvertreter in die deutsche Solidargemeinschaft, von der sie sich mittels eigengestalteter Versorgung elitär separiert hat;
- Imagegewinn für Parlamentarier durch ein ethisches Vorbildverhalten.

2. Die Auslese unterliegt nicht wie im Arbeitsalltag selbstverständlich, neben der Qualifikation, einem Entgeltwettbewerb. Zwar werden bei der Auslese der Abgeordnetenkandidaten Parteilisten mit Bewerbern (1. Kanditat, 2. Kanditat etc.) erstellt, aber der 1. und die Folgekandidaten werden nie gefragt, ob sie mit der Bezahlung einverstanden sind.
Das Ergebnis wäre
- einfache Unterbindung einer immer wieder von Interessensgruppen geschürte Diskussion über die Bezahlung von Abgeordneten.

Nebenbemerkung:
Meines Wissens unterliegt ein gewählter Abgeordneter in seiner gesellschaftlichen Schlüsselstellung für die Dauer seiner Tätigkeit nicht, wie von einem Amtsboten im Alltag abverlangt (Beamtenlaufbahn des einfachen Dienstes, Gehaltsgruppe A1), der Verpflichtung zur Abgabe eines beeideten Bekenntnisses zur demokratischen Grundordnung. Hier ist zu fragen, wer von den beiden für Staat und Gesellschaft agierenden Bürgern, eine gewichtigere Verantwortung trägt.


 

09.11.2007 07:15
Autor: Katja

Warum ich Parlamentsarbeit nicht hoch einschätze?
Bei unseren Politikern bekommt man den Eindruck, regieren sei nur Nebensache, was zählt sind ihre zusätzlichen Geschäfte in Betriebsräten und anderen Gremien. Dazu kommt, dass sie eigentlich der Meinung der
Parteien unterworfen sind, auch wenn es im Parteiengesetz anders vorgesehen ist.

Am meisten ärgert mich aber immer noch, dass sie nach kurzer Zeit enorme Renten erhalten. Wer in Deutschland erhält nach 8 Jahren Arbeit eine Rente und dazu noch Übergangsgeld? Selbst wenn sie wieder anderswo arbeiten bleibt viel von dem Zusatzgewinn erhalten. Dies ist meiner Meinung nach das Größte Ärgernis. Daran sollte man in der heutigen Zeit, wo jeder selber vorsorgen muss, drehen.


 

08.11.2007 19:19
Autor: Edi

Warum ich Parlamentsarbeit nicht hoch einschätze? Zum einen ist es als Neben-erwerb verstanden, leere Ränge bei wichtigen Sitzungen sind nur ein Beispiel. Wäre es anders würde man sich nicht so vehement gegen die Offenlegung der Einkünfte wehren.Zum anderen sind es keine Einzelkämpfer, alle Entscheidungen sind fraktionär bzw. koalitonär. Jeder Bedienstete in einem Amt, Arbeiter in der Produktion hat mindestens genau soviel, eher mehr Verantwortung, bei wesentlich weniger Gehalt und- ganz wichtig - so gut wie keiner Absicherung! Parlamentarier fallen immer weich, ich kenne keinen der Arbeitslosengeld II kassiert (wenn ja, dann illegal und unberechtigt). Was einem einfach den Hut hebt, ist die Selbstver-ständlichkeit mit der man seine eigene Einkommen anhebt, ohne öffentliche Vorgespräche, eine kleine Rubrik in der Presse als vollendete Tatsache. Sobald Rentner oder staatlich Bedienstete in Lohnverhandlungen treten wird schon lamentiert, dass dasGeld der öffentlichen Kassen keinen Verteilungsspielraum zulässt. Diese Unterschiede sind es, dass Parlamentarier als unehrlich und parasitär bei mir eingestuft sind. Kein Hauch von Respekt oder gar Ehrfurcht, der Großteil disqualifiert sich so eben selbst. Liest man die ganzen Kommentare, dann wiederholt sich diese Anschauung immer wieder. Parlamentarier die diese Kommentare lesen müssten doch vor Scham in den Boden sinken, aber sie werden hoch erhobenen Hauptes unberührt so weitermachen. Die Meinung des Volkes interessiert die null. Bei Wahlniederlagen sucht man dann akribisch Gründe, obwohl auf der Hand liegend immer, immer im Nebel stochernd. Fragt das Volk, das weiss die Antwort und gibt es auch preis - ohne gleich die Hand aufzuhalten, aus loyalen Gründen.


 


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