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Uriah Heep spielt vor 350 Häftlingen

24.07.2008 - aktualisiert: 26.08.2008 14:51 Uhr

Uriah Heep spielt in der JVA Rottenburg
Bernie Shaw, der Sänger der britischen Rock-Band Uriah Heep, macht Stimmung im Gefängnis.
Foto: dpa
Rottenburg - "Lady in Black" hinter Gittern: Die britische Band Uriah Heep hat am Donnerstag die Justizvollzugsanstalt in Rottenburg bei Tübingen gerockt. 350 Häftlinge und Baden-Württembergs Justizminister Ulrich Goll (FDP) verfolgten das etwa einstündige Konzert unter freiem Himmel.

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Uriah Heep ist seit Anfang der 70er Jahre international erfolgreich. Hits wie "Free Me" würden sie hier natürlich "mit einem Augenzwinkern" spielen, sagte Gitarrist und Gründungsmitglied Mick Box. Nach Angaben der Anstalt entstanden dem Gefängnis keine Kosten. Die Band trat ohne Gage auf, die Kosten für Technik und Bühne übernahmen Unternehmer aus der Region.

"Solche Angebote zeigen den Häftlingen, dass die Welt hier drin kein abgehängter Bereich ist", sagte Goll am Rande des Konzerts. Damit seien derartige Veranstaltungen auch im Sinne der Resozialisierung.

Gitarrist Box sagte, es sei eine Tradition von Uriah Heep, Grenzen zu überschreiten. So habe die Band schon vor mehr als 20 Jahren als erste westliche Gruppe in der damaligen Sowjetunion gespielt. Uriah Heep hatte sich von der Anstaltsleitung mit einem Gefangenentransporter in die Haftanstalt bringen lassen. Vor dem Gefängnistor sagte Sänger Bernie Shaw scherzhaft: "Wir werden unsere Zeit absitzen." Am Vormittag hatten die fünf Musiker bei einer zweistündigen Führung bereits das Gefängnis besichtigt. "Man sollte sich nicht auf dem Pfad bewegen, der hier herein führt", warnte Shaw.
 

dpa