Trend in Großbritannien

Der Glanz der Super-Mamas verblasst



12.08.2008 14:41
Autor: Ludwig Paul Häußner

Liebe Renate,

hier noch einmal für Dich.

Kusssssssssssss

Ludwig


 

11.08.2008 10:00
Autor: Ludwig Paul Häußner

Grundeinkommen als Lösung

Die Fremdbetreuung für Babys und Kleinkinder nimmt deshalb zu, weil die Familie nur durch die Erwerbsarbeit der Mütter das notwendige Familieneinkommen erzielen kann, von alleinerziehenden Müttern und Vätern ganz zu schweigen. Der Staat betrachtet die Erziehungsarbeit - mehr oder weniger - als Privatsache und ignoriert, dass Familien für ein Kind im Laufe seines Lebens rund 77.000 Euro mehr an Steuern wie auch Beiträgen in die Sozialkassen einzahlen, als sie vom Staat zurückbekommen. Damit haben wir den täglichen Verfassungsbruch im Hinblick auf Artikel 6 unseres Grundgesetzes.

Die Gründung einer Familie stellt in der deutschen Gesellschaft das größte Armutsrisiko dar. Was Wunder, dass Deutschland eine der niedrigsten Geburtenraten hat - bei 124.000 gemeldeten Abtreibungen im Jahr 2005.

Die Forderungen nach »Muttergehalt« oder »sozialversicherungspflichtiges Erziehungsgehalt« (aktuell durch Christa Müller - Lafontaine-Gattin - von der Partei DIE LINKE in www.faz.net. vom 27.6.2007 erhoben) lösen das Problem nicht an seiner Wurzel. Ein Erziehungsgehalt, wie auch das in 2007 eingeführte Elterngeld (ohnehin aus unterschiedlichen Gründen ungerecht) knüpfen noch immer an der bezahlten Erwerbsarbeit - der bereits 1973 zu Ende gegangenen Industriegesellschaft - an (Daniel Bell: Die nachindustrielle Gesellschaft).

Aus meiner Sicht würde das Dilemma aus unbezahlter Familienarbeit oder bezahlter Erwerbsarbeit nur durch ein bedingungsloses Grundeinkommen als Grundrecht lösbar werden. Schon 1986 forderte der Soziologe Ralf Dahrendorf: "Das garantierte Mindesteinkommen ist so notwendig wie die übrigen Bürgerrechte, als die Gleichheit vor dem Gesetz oder das allgemein, gleiche Wahlrecht." Es fundiert das in Artikel 6 unseres Grundgesetzes verankerte Elternrecht finanziell und stärkt die Eltern in ihren Gestaltungsmöglichkeiten im Hinblick auf Erziehungsarbeit, Familienarbeit, Lernarbeit und Erwerbsarbeit. Mit dem bedingungslosen Grundeinkommen würde eine psychosoziale Gesundung für unsere Gesellschaft eingeleitet.

Mehr Informationen unter: www.unternimm-die-zukunft.de

Ludwig Paul Häußner, Universität Karlsruhe (TH) - IEP


 

08.08.2008 17:20
Autor: Michael Bloch

Danke für diesen tollen Artikel! Wenn man die Folgen der rasant steigenden Müttererwerbstätigkeit für unser aller Zukunft sieht, kann einem schwarz vor Augen werden:
Zum einen sind zur Bestandserhaltung eines Volkes mehr als zwei Kinder pro Frau nötig, sonst brechen alle sozialen Sicherungssysteme in wenigen Jahren in sich zusammen, und wir werden eine seit dem 30jährigen Krieg nicht mehr gekannte Altersarmut erleben. In den Ländern mit erwerbstätigen Mütter liegt die Geburtenrate weit darunter, weil sich eben eine ausreichende (!) Kinderzahl und Berufstätigkeit nicht vereinbaren lassen.
Und dass heute bereits jedes zweite Grundschulkind aufgrund fehlender familiärer Erziehung kaum noch schulfähig ist, muss auch alarmieren: kollektive Kinderaufbewahrung kann Familienerziehung nicht ersetzen!!
Unser Land hat nur dann eine Zukunft, wenn die Kindererziehung endlich als vollwertige Arbeit anerkannt wird, d. h. die erziehende "Familienmanagerin" dieselbe Anerkennung und den selben Lohn erhält wie eine erwerbstätige Frau. Es geht hier wirklich nicht um Ideologien, sondern um unser aller Zukunft. Es ist eine Minute voz zwölf!


 

08.08.2008 13:00
Vielen Dank! Diese Studie wird hoffentlich dazu beitragen, dass zum einen die Disukussion differenzierter wird und zum anderen der Aspekt der Lebensqualität endlich mit in die Diskussion einfliesst.
Damaris Siegle


 

08.08.2008 12:48
Autor: Marlies Heinzler

Ohne Abstriche geht es nicht: Kinder und Job und kaum Privatleben oder Kinder, kein Job und die ganze Vielfalt, die auf einen zu kommt. Persönliche Interessen lassen sich da noch ganz gut integrieren und einen nicht zum Heimchen-am-Herd verkommen.
Oder von allem ein bischen. Das mag man für sich noch so einrichten, aber ob man den Kindern gerecht wird, bezweifle ich. Was ist das für eine Kindheit, die schon so früh zum Arrangement wird? Und bleibt genug Zeit, sich um auftretende Probleme (Schule, Lernschwierigkeiten) zu kümmern? Wer übernimmt ehrenamtliche Aufgaben in Kindergarten, Schule und pflegt soziale Kontakte?
Ein Merkmal unserer Zeit sind Eile, Stresssymptome und Egoismus und trotzdem ist die gesellschaftliche Anerkennung der berufstätigen Mutter enorm und ihre Emanzipation wird nicht in Frage gestellt! Alleinerziehende haben keine Wahl und es ist wichtig, dass der Staat für die richtigen Einrichtungen sorgt.
Aber für Frauen, die wählen möchten, wäre es schön, wenn ihr Ausstieg akzeptiert und der Wiedereinstieg, auch nach einer langen Pause eine normale Sache wäre. Mit der gesellschaftlichen Anerkennung ihrer Position würde mancher Frau die Entscheidung leichter fallen. Die Kinder würden davon profitieren.


 

08.08.2008 11:27
Autor: Gerhard Zeyher

Zur Meldung „Kinder plus Beruf – Skepsis wächst“ und Kommentar „Mutterträume“ vom 07.07.08

Ein mutiger Kommentar! Hier wird auf die Probleme hingewiesen, die die gegenwärtige Familienpolitik hervorbringen wird. Gegenwärtig deutlich erkennbare Tendenzen, die Kindererziehung zu verstaatlichen, werden langfristig nicht zum Wohle aller sein. Vor einiger Zeit war von einer Wirtschaftlichkeitsrechnung zu lesen, nach der die Investitionen in Kinderbetreuungseinrichtungen sich wirtschaftlich rechnen würden (Bezahlte Erwerbstätigkeit = Primat der Politik). So das Kindeswohl in den Hintergrund zu stellen, empfinde ich als Schande.
Wenn das Familienministerium sich über die Studie erstaunt zeigt, hoffe ich, dass daraus ein Umdenken und eine Neuorientierung folgt und die Fehlentscheidungen der letzten Jahre korrigiert werden, die allerdings nicht nur vom Geld, sondern auch von ideologischen Träumereien bestimmt waren. Es wäre insgesamt besser, die Riesensummen, die zusätzlich in die staatliche Kinderbereuung investiert werden sollen, den Familien unmittelbar zukommen zu lassen – nicht nur durch Erziehungsgeld, sondern auch durch oftmals nötige Elternberatung und –betreuung.
Ich freue mich sehr über alle Eltern, die ihren Kindern familiäre Wärme und häusliche Geborgenheit und damit eine gute Ausgangsposition für ein – auch emotional - gelingendes Leben geben.


 

07.08.2008 18:03
Autor: Weber, Edda

Ich bin nicht überrascht,welches Umfrageergebnis die Cambridge-Universität uns präsentiert. Wir alle wissen doch in unserem tiefsten Inneren, dass es keine berufstätige Über-Super-Mutter geben kann, die abends noch Zeit, Geduld und Ohren für die ebenfalls gestressten Kinder mitbringt. Der Beruf Familienmanagerin sollte zu recht von unserer Regierung gebührend honoriert werden. Das Gegenteil ist der Fall - weg mit den Kids, ab in den Hort!


 

07.08.2008 14:49
Autor: Lydia Hettler

Endlich eine gute Nachricht, endlich wird deutlich, dass es Frauen gibt, die diese Mehrfachbelastung gründlich satt sind, weil sie, die Kinder und insgesamt die Familie darunter leiden. Hoffentlich wird endlich die Arbeit einer Familienfrau voll anerkannt ... auch bei Frau von der Leyen und ihrer Politik.


 

07.08.2008 12:50
Autor: Weber,Margarete

es ist doch logisch, daß sich die heutige Erwebstätigkeit und Familienleben nicht vereinbaren läßt. Wenn man an fünf Tagen in der Woche etwa 8 Stunden arbeitet, dazu einen mehr oder weniger weiten Arbeitsweg hat un in der Regel die Mittagspause nicht mit der Familie verbringen kann, wieviel Zeit bleibt dann unter der Woche für die Familie. Den größten Teil der gemeinsamen Zeit benötigt man für die Nachtruhe. Die Kinder können die Eltern nicht am Arbeitsplatz besuchen und der Arbeitende hat keine Möglichkeit mitzubekommen was der Rest der Familie während seiner Arbeitszeit tut. Auf diese weisen fehlen schon seit Generationen die Väter in den Familien, was sicher viele unserer allgemeinen sozialen Probleme mitbegründet. Und jetzt sollen auch noch die Mütter der Familie entzogen werden.


 

07.08.2008 09:48
Autor: Fux, Gisela

Ich halte es für völlig verfehlt, die Diskussion so zu führen, als ob es eine freie Entscheidung von Familien darüber gäbe, ob beide oder ein Elternteil berufstätig sein sollte. In der Mehrzahl der Familien mit zwei berufstätigen Elternteilen ist dies, selbst in den höherqualifizierten Berufen, heutzutage eine Notwendigkeit, um der Familie einen angemessenen Lebensstandard und Kindern gute Bildungschancen zu sichern. Ohne diesen Aspekt zu berücksichtigen ist diese Diskussion meiner Meinung nach reine Polemik, die auch um eine Spaltung berufstätiger und nicht- berufstätiger Mütter zu vermeiden, unterbleiben sollte.


 


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