Meine Strasse



Foto: Franziska Kraufmann


Meine Strasse

Ein Netz von 1400 Kilometern gibt Stuttgart Struktur. Mehr als 3000 Straßen winden sich die Hänge hinauf, zerteilen die Stadt pfeilgerade oder verstecken sich zwischen Häuserzeilen. In der Serie "Meine Straße" erzählen Stuttgarter, was sie mit der Straße, in der sie leben, verbinden und verbindet. Können Sie auch etwas über die Straße erzählen, in der Sie wohnen? Dann mailen Sie uns: a.jenewein@stn.zgs.de


Kolbstrasse
 
Der Gott der Finsternis wirft Schatten
Es ist kalt und düster. Freilich, es ist Dezember. Aber in der Kolbstraße ist es noch ein bisschen kälter und düsterer als anderswo in Stuttgart. 

Hackstrasse
 
Das neue Wirgefühl in der Wagenburg
Es ist nicht leicht, für die 1,5 Kilometer lange Hackstraße im Stuttgarter Osten eine verbindende Klammer zu finden.  

Stettener Strasse
 
Weinberg, Werkstatt und Weitblick
An manchen Wochenenden ist die Stettener Straße ein einziger Parkplatz. Besucher aus nah und fern kommen dann nach Rotenberg und pilgern zur Grabkapelle auf dem Württemberg. 

Frauenstrasse
 
Eine Wallfahrt nach Heslach lohnt sich
Es hätte ein so schöner Urlaub werden können, im Sommer 1972. Diesen verbrachte der fünfjährige Michael Wulf aus Stuttgart mit seinen Eltern am wärmsten Alpensee, dem Wörthersee in Kärnten, mit fröhlichem Baden, Planschen und Paddeln. 

Pfarrstrasse
 
Geballte Schattenseiten der Großstadt
Höchstens für zwei Stühle ist oben auf der winzigen Dachterrasse Platz. Gerne steigt Beate Schickler mit einer Tasse Cappuccino die Stufen ins fünfte Stockwerk hinauf und lässt den Blick über die Dächer des Bohnenviertels schweifen. 

Dachtelerstr
 
Das weiße Schwein der Krummen Gasse
In Weilimdorf nennt man nichts so, wie es eigentlich heißt. Zu der dort 1881 erbauten Zehntscheuer sagt der Volksmund Adlerscheune, obwohl es dort nur Fledermäuse gibt. 

Libanonstrasse
 
Blühende Ideen und Malvengewächse
Es ist kein Löwenzahn, doch mit ähnlicher Kraft hat sich die Malve ihr Plätzchen in der Asphaltwüste der Libanonstraße erkämpft. Bis zu einem Meter hoch wird das pinkfarben blühende Gewächs im Sommer, und Rolf Hofmann beobachtet gern, wie viel Freude vor allem ältere Damen an der Blütenpracht haben. 

Klippeneckstr
 
Zwischen Weinbergen, über den Dingen
Es ist so ein Sommertag, an dem das Leben in der Stadt vor Schweiß klebt. Unten dampft der Kessel unter einer Hitzeglocke. Kein Lüftchen regt sich. Und oben? 

Hoehbergstrasse
 
Ein Pflästerle fürs gute Lebensgefühl
In der zweiten Augusthälfte beginnt es bei den meisten Wangenern in der Magengegend zu kribbeln und im Tanzbein zu jucken. 

Tommes Plattenladen
 
Wie ein unvollständiges Gebiss
Als im Jahr 1851 mit dem Bau der Olgastraße begonnen wurde, kamen Knochen ans Tageslicht. Buben aus dem Bohnenviertel, sagt man, hätten diese mit nach Hause genommen. 

 
 
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