Tagesthema

US-Chuzpe

Name, Anschrift und E-Mail sind keine Pflichtangaben, allerdings können Kommentare ohne Angabe des Namens und der vollständigen Adressdaten in der gedruckten Ausgabe leider nicht berücksichtigt werden.

Ihr Name

Straße, Hausnummer
wird nicht veröffentlicht

PLZ, Ort

Ihre E-Mail Adresse
wird nicht veröffentlicht

Ihre Meinung

Um automatisierte Spam-Einträge zu verhindern bitten wir Sie die folgende kleine Rechenaufgabe zu lösen.

Was ergibt 12 minus 9?

     Spielregeln


Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass die Kommentare erst durch die Redaktion freigeschaltet werden.


25.09.2008 21:38
Autor: Bruno Authaler

"Das Spiel ist aus." - Das ist die klare Antwort auf die Frage eines US-Bankers in einer Nachrichtensendung:"Welches Spiel sollen wir jetzt spielen?"
Jahre lang haben sie ein gigantisches Spiel gespielt. War das Spiel der Casino-Kapitalisten ein Schurkensrück, eine Komödie oder eine Tragödie, deren Folgen Milliarden Menschen am eigenen Leibe spüren werden?
Die freien (Finanz-) Märkte wurden absolut dereguliert. Neoliberalismus ohne Grenzen! Doch das Denken eines Philosophen hat der absoluten Freiheit immer auch die absolute Verantwortung gegenübergestellt. An der Wallstreet hingegen gab es die "Umwertung der Werte der westlichen Welt": Absolute Freiheit beansprucht absolute Verantwortungslosigkeit; d.h. Milliarden-Gewinne gehören uns, Riesen-Milliarden-Verluste überlassen wir dem Staat, also den Steuerzahlern.
Diese Herrschaften, die vor nicht allzu langer Zeit ganze Regionen in Angst und Schrecken (lat.: terror) versetzt haben, weil sie Betriebe, die scharze Zahlen schrieben, 'plattgemacht' haben, offenbaren langsam ihre Geschäfts- methoden: Sog. 'Leerverkäufe' - Unwort des Jahres! - ermöglichen saftige Gewinne.
Finanzprodukte, die sie selbst gar nicht verstehen, werden weltweit(!) verkauft. Im richtigen Leben redet man das von Diebstahl und Betrug. In der Schein-Welt der Hochfinanz ist das 'alltägliches Geschäft'.
- In den USA, diesem großen demokratischen Land, stehen Wahlen vor der Tür. Hoffen wir, dass es Staat und Politik gelingt, diesem deregulieten, entfesselten und ziemlich zerstörten Fiinanzsystem wieder Regeln zu geben, die auch vor Gericht einklagbar sind.
- Und dem Banken- und Finazsystem ist zu wünschen, dass sie ihre Verantwortung für die globale Welt erkennen angesichts gewaltiger Krisen (Energie, Hunger, Terror...).
- Ethische Standards an Stelle destruktiver und Katastrophen fordernder Geschäfte !!!






 

24.09.2008 09:49
Autor: Zentmaier, Volker

Der Kommentator lobt die Bundeskanzlerin mit den Worten "es ist gut", dass sie diesen US-Versuchen, EU-Staaten für amerikanisches Versagen haftbar zu machen, nicht auf den Leim gegangen ist. Und ich meine dazu, es ist schlecht, dass sie mit unseren europäischen und amerikanischen Freunden diesen "gierigen amerikanisch/deutschen Heuschrecken" bisher noch keinen Einhalt bot? Wieviel Milliarden wurden unter ihrer Führung durch "staatliche Banken" schon verbrannt? Denk ich an deutsche Politiker in der Nacht, dann bin ich um den Schlaf gebracht!


 

24.09.2008 00:18
Autor: Rainer Daeschler

Schon spricht man von der "Volksrepublik Wallstreet". Der Staat greift ein, wie man es in der Heimat des Freien Marktes nur als Schreckensgespenst des Sozialismus kannte. Es gibt keinen Grund, dass Deutschland sich hier beteiligt, hat es doch schon genug mit den eigenen Banken zu tun, die faulen US-Anlagen aufgesessen sind, auffällig stark vertreten unter solchen, wo die Politik das Sagen hat.


 

23.09.2008 22:08
Autor: Baldur v. Ziegesar

Es wird viel geschrieben und es ist schon viel gesagt worden, auch von politischer Seite, auch z.B. von der Kanzlerin. In Talkshows wird endlos sinnlos gelabert, gerade in letzter Zeit. Jeder weiß, dass die einseitig ausgerichteten Investmentbanken in ihrer über Jahre erfolgreichen Überheblichkeit, wie jeder Spezialist, eines Tages auf die Nase fallen mussten. Bedürfnisse wecken, Leuten ohne Eigenkapital und nahezu zinslos Gelder zu überlassen - mit der Maßgabe, die Zinsen im Bedarfsfalle dem Markt entsprechend anheben zu können - ist verbrecherisch und wurde von der ameriskanischen Politik auch noch unterstützt. Aber was kann man von machtbesessenen Politikern, die wie Präsident Bush nur durch Manipulation (Florida schon vergesssen?) an die Macht gekommen sind, anderes erwarten? Sie pokern - und haben verloren, wieder einmal. Diese Politiker - aktuelles Beispiel in Deutschland ist Frau Ysilanti, - machen, was ihnen nützt, ver..albern die Wähler und wundern sich, dass man sie für käuflich, skrupellos, und das alles selbst nicht wahrhabend wollend, letztlich für dumm und zumindest dreist hält, mit einem Wort, für nicht wählenswert. Als Wähler wird man müde.
Die einzelnen Aktionäre sind gierig, die Banken sind gierig, der Überblick geht verloren, insbesondere weil niemand, der noch bei Verstand ist, sie daran hindern kann, nicht zu erkennen, wie fatal der eingeschlagene Weg ist. Jetzt sind die übrig gebliebenen Inverstmentbanken in den USA plötzlich wieder zu einfachen Universalbanken zurechtgestutzt worden und die etwas vorsichtiger und überlegter agierenden europäischen Banken (abgesehen von der unbedarften Kfw) sind im Vorteil. Wie Sie schon in Ihrem Artikel auf Seite eins der Ausgabe vom 23.September festgestellt haben, sollen die USA ihrer unbedarften Bevölkerung dieses notwendige "unpopuläre Sanierungsprogramm" erklären und nicht versuchen, die Lasten auf andere ( die Europäer), die in "guten Zeiten" nicht gefragt sind, abzuwälzen.
Was mir auffällt, ist die Tatsache, dass Banken immer wieder darauf reinfallen, wenn Blender auftreten (z.B. Schneider bei der Deutschen Bank) und man andererseits Leuten, die eine Existenz aufbauen wollen, eine 110%tige Sicherheit bei der Kreditvergabe abverlangt. Was mir auch immer wieder auffällt, ist die Tatsache, dass man Managern die versagen, Geld hinterherwirft. Das hängt natürlich damit zusammen, dass Aufsichträte, die früher einmal Vorstände dieser Unternehmen waren, das Versagen der Vorstände tolerieren. Da fragt man sich wirklich, ob man sich zu diesen Themen als Zeitungsleser überhaupt noch äußern soll. Es scheint wirklich wenig zu bringen, wenn man sieht, dass selbt angesehene Fachleute wie unmündige Kinder behandelt werden. Welche Selbstüberschätzung von Machtmenschen!! Sie sind wie Terroristen, machen skrupellos was sie wollen. Der einzige Unterschied: sie tragen Krawatten und geben sich überzeugt.

US-Chupse: genau!! - nicht darauf reinzufallen, das muss überzeugend sachlich klar gemacht werden. Man kann nur hoffen, dass es noch Politiker gibt, die das nicht nur denken, sondern die Macht haben, das auch umzusetzen. So jemanden wählen zu können wäre wie eine Selbstfindung.

Mit freundlichen Grüßen. Sie wollten Meinungen einsammeln. Meine haben Sie jetzt.

Baldur v. Ziegesar


 

23.09.2008 17:54
Autor: Gerhard Gold

Grundsätzlich bin ich der Meinung, dass die Banken die Soße, die sie sich eingebrockt haben, selber auslöffeln sollten. Problem ist, dass wir nicht erkennen, ob ohne die Hilfe des Staates nicht das ganze Finanz-System aus den Angeln gehoben wird. Das wäre für uns alle fatal und der Schaden - auch für unsere Demokratie - wäre fatal.
Natürlich wäre es ein großes Problem, wenn wieder einmal die Verluste dem Staat übertragen würden, aber bevor alles auseinander fliegt, muss der Staat handeln. Hoffen wir, dass unsere massgebenden Politiker genug Wissen über diese Finanzfragen aufbringen, um die richtige Entscheidung für uns alle zu treffen.


 

23.09.2008 15:15
Autor: Hans-Joachim Müller

Dieser Artikel hätte auch in der Zeitung mit den großen Buchstaben stehen können. Herr Köster hat in bestimmten Kreisen sicher viel Beifall erhalten mit seiner Analyse: Die Ami sind schuld.

Die Stuttgarter Nachrichten gehören doch zu den Medien, die der Deregulierung, sprich Turbokapitalismus, immer vehement das Wort geredet haben.

Nun will man mit den Auswirkungen nichts zu tun haben. So was nennt man feige.


 

23.09.2008 14:15
Das freut den Chef aber, daß das angestellte Schreiberlein so schön schreiben tut, wozu es ja auch seinen Löhnchen erhalten tut.


 


Anzeigen
 
 
Lesen Sie sich die Druckausgaben digital im Originallayout mit allen Bildern durch.
ePaper
Für Abonnenten
Für Kaufinteressenten
» Abonnement
» StN Digital
» Einzelexemplar
» Infos
» Preise