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Heiraten wird teurer

Baden-Württemberg erhöht Standesamtsgebühren

04.11.2008 - aktualisiert: 03.11.2008 18:39 Uhr

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Foto: AP
STN ExklusivStuttgart - Der Gang aufs Standesamt soll in Baden-Württemberg zum kommenden Jahr spürbar teurer werden. Nach Informationen unserer Zeitung soll die sogenannte "Prüfung der Ehefähigkeit" eines Deutschen künftig 40 Euro statt bislang 33 Euro kosten. Dies wäre ein Anstieg von 21 Prozent. Wenn bei der Prüfung ausländisches Recht zu beachten sei, soll die Gebühr ab dem 1. Januar 2009 landesweit sogar 80 Euro (bislang 55 Euro) betragen, was einem Anstieg von 64 Prozent entsprechen würde. Das besagt das neue Gebührenverzeichnis, das das baden-württembergische Innenministerium den kommunalen Landesverbänden zur Anhörung übersandt hat. Die Zustimmung der Städte und Gemeinden gilt als sicher. In Baden-Württemberg werden jedes Jahr rund 47.000 Ehen geschlossen.

Die alten Gebühren im Überblick

>Die neuen Gebühren im Überblick


Der Fachverband der Standesbeamten in Baden-Württemberg verteidigte gegenüber unserer Zeitung die Aufschläge. "Auch nach der Erhöhung sind die Gebühren nicht wirklich kostendeckend", sagt der Verbandsvorsitzende Manfred Neumann. "Im Vergleich zu den Notaren sind wir immer noch sehr günstig." Allerdings liege die Beurkundung einer Geburt oder einer Eheschließung auch im staatlichen Interesse. Deshalb seien die Gebühren auch nicht voll kostendeckend. Die Festlegung der Standesamtsgebühren war bislang Sache des Bundes. Mit der Föderalismusreform ging diese Aufgabe auf die Länder über. Zuletzt waren diese Gebühren vor rund siebeneinhalb Jahren, am 1. August 2001, erhöht worden.