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Nachwuchs in der Wilhelma

Gorillababy aus Heidelberg

21.11.2008 - aktualisiert: 21.11.2008 17:53 Uhr

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Foto: Wilhelma

Zuwachs in der Aufzuchtstation der Wilhelma
 

Stuttgart - Die Wilhelma hat wieder einen Neuzugang im Jungtieraufzuchthaus zu verzeichnen. Upala ist das mittlerweile 57. Gorillababy, das in der Station aufgepäppelt wird.

Wie bei vielen Vorgängern und Vorgängerinnen war Mangel an Schutz und Fürsorge die Ursache für den Umzug Upalas in ein anderes Umfeld. Der fünfeinhalb Monate alte Gorillajunge kommt ursprünglich aus dem Heidelberger Zoo.

Dort hatte er allerdings einige Probleme mit seinem zweijährigen Bruder Banjoko. Upala wurde immer wieder von ihm malträtiert. Seine Mutter, die elfjährige Chuma, sah dem Gekabbel der ungleichen Geschwister meist tatenlos zu. Upala, so erkannten dessen Pfleger, musste in der Umgebung des Bruders gar um Leib und Leben fürchten.

Mittlerweile hat sich das geschundene, fünf Kilogramm schwere Gorillababy wieder etwas erholt. Ersatzmüttern in Menschengestalt betreuen den Kleinen jetzt liebevoll - und das rund um die Uhr im Schichtbetrieb. Upala bekommt sieben- bis achtmal am Tag das Fläschchen, und morgens und abends Obst, damit er sich an feste Nahrung gewöhnt.

Damit sich der kleine Gorilla nicht zu sehr ans Pflegepersonal bindet, soll ihm so bald wie möglich der Blickkontakt mit seinen Artgenossen im Jungtieraufzuchthaus ermöglicht werden. Und wenn der Tierarzt die übliche Quarantäne aufhebt, soll Upala mit den beiden anderen Gorillakindern im Haus, Mary Zwo und Monza, Schritt für Schritt zusammengeführt werden.

Zuweilen können Wilhelma-Besucher bereits den ein oder anderen Blick auf Upala erhaschen. Immer dann, wenn er nämlich mit seiner Pflegerin erste Blicke durch die Glasscheibe ins Nachbargehege wirft.
 

Christopher Reinicke