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Bei der Polizei

Ausländer bleiben die Ausnahme

Stuttgart - Ausländer zur Polizei! Der Aufruf des Innenministeriums im Jahr 1993 stellte die Ordnungshüter "vor den größten Umbruch seit Jahrzehnten", wie es der damalige Innenminister Frieder Birzele (SPD) bezeichnete. Die Laufbahn und Ausbildung der Beamten ließ er grundlegend reformieren, vor allem, weil es damals an Nachwuchs mangelte. "Ausländer zur Polizei" hieß ein Modellprojekt in Städten mit hohem Ausländeranteil. Dem besseren Verständnis zwischen Polizei und Ausländern sollte dies dienen.

Und so klingt es heute, 16 Jahre später, auch nicht viel anders, wenn Landespolizeipräsident Erwin Hetger sagt: "Je mehr Migranten bei uns Polizeibeamte werden, desto weiter sind wir mit der Integration vorangekommen." Hetger schätzt, dass im Südwesten der Anteil der unter 20-Jährigen mit nichtdeutscher Herkunft in zehn Jahren mehr als 50 Prozent betragen werden - der größte Teil davon seien Muslime. In Baden-Württemberg würden derzeit etwa 600.000 Muslime leben. "Wir müssen jetzt in eine neue Phase der Kooperation mit Muslimen eintreten", sagt Hetger.
 




Hilmar Pfister

29.01.2009 - aktualisiert: 29.01.2009 17:44 Uhr

 



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