
Stuttgart - Die Landtags-SPD hat als erste Fraktion ihre Delegierten für die Wahl des Bundespräsidenten gekürt. Neben 13 Abgeordneten fahren neun Nicht-Parlamentarier nach Berlin - darunter der Schauspieler Walter Sittler und VfB-Präsident Erwin Staudt.
Noch ist es eine Weile hin bis zur Wahl des Bundespräsidenten am 23. Mai. Doch hinter den Kulissen loten die vier Landtagsfraktionen schon seit Wochen aus, wen sie in die Bundesversammlung schicken. Dieses Gremium setzt sich aus den 612 Mitgliedern des Bundestags und einer ebenso großen Anzahl von Delegierten aus den Länderparlamente zusammen. Letztlich werden also 1224 Wahlfrauen und -männer entscheiden, ob Bundespräsident Horst Köhler eine weitere Amtszeit erhält, oder ob einer seiner beiden Konkurrenten - Gesine Schwan oder Peter Sodann - ins Schloss Bellevue einzieht.
Als erste Fraktion hat am Dienstag die SPD ihre Vorschlagsliste beschlossen - sie muss Mitte März zusammen mit den drei anderen noch vom Plenum verabschiedet werden. Insgesamt erhalten neun Nicht-Parlamentarier das Ticket nach Berlin: Verdi-Landeschefin Leni Breymaier, Städtetagspräsident Ivo Gönner, IG-Metall-Bezirkschef Jörg Hofmann, der Mannheimer OB Peter Kurz, die Kirchheimer OB Angelika Matt-Heidecker, die Vorsitzende des Fördervereins des Kulturhauses Osterfeld in Pforzheim, Hannelore Schimpf, der Schauspieler Walter Sittler, der Präsident des VfB Stuttgart, Erwin Staudt, sowie die Ortsvereinsvorsitzende der SPD Stuttgart-Heumaden-Sillenbuch, Lena Zimmermann.
Aus der Fraktion fahren der geschäftsführende Vorstand (Claus Schmiedel, Katrin Altpeter, Nils Schmid, Ute Vogt, Wolfgang Drexler, Reinhold Gall) sowie sieben weitere Abgeordnete nach Berlin. Fraktionschef Schmiedel äußerte sich am Dienstag zufrieden mit der Liste: "Sie zeigt die ganze Breite der gesellschaftlichen Verankerung der SPD, darauf sind wir stolz."