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Staatshilfen für Opel

Oettinger skeptisch

Günther Oettinger spricht am Mittwoch (25.02.2009) beim 7. Politischen Aschermittwoch der CDU in der Alten Kelter in Fellbach.
Foto: dpa

Fellbach - Baden-Württembergs Ministerpräsident Günther Oettinger (CDU) sieht staatliche Hilfen für den Autobauer Opel äußerst skeptisch. Bund oder Länder dürften nur unter bestimmten Bedingungen eingreifen, sagte Oettinger am Mittwoch in Fellbach bei Stuttgart. Erstmal brauche Opel ein zukunftsfähiges Konzept. "Das ist bei Opel und General Motors derzeit noch nicht erarbeitet." Zum zweiten brauche Opel Hausbanken, die dem Autobauer helfen, die Krise zu überbrücken. Und erst wenn diese Voraussetzungen erfüllt seien, könne der Staat über Garantien oder Bürgschaften entscheiden. "Ich würde unverändert ein staatliches Handeln ohne Hausbanken und ohne Konzept des Unternehmens ablehnen."

Sollte Opel pleite gehen, hätte das nach Oettingers Ansicht keine Nachteile für den Automobilstandort Baden-Württemberg - höchstens Vorteile. Im Südwesten gibt es kein Opel-Werk. Oettinger sagte: "Klar ist: Jeder Opel, der nicht gekauft wird oder nicht gebaut wird, führt zu einem größeren Auftrag bei VW, bei Audi, Mercedes oder bei einem anderen Fahrzeughersteller." Dadurch blieben auch die Aufträge für die Zulieferer im Land "gleich groß". Er widersprach damit auch dem Sozialflügel der Südwest-CDU. Dessen Chef Christian Bäumler hatte gewarnt, Opel dürfe nicht in die Insolvenz gehen. "Wenn Opel untergeht, kann es zu einer Kettenreaktion kommen", hatte er mit Blick auf die Zulieferer im Südwesten erklärt.
 




dpa/lsw

25.02.2009 - aktualisiert: 25.02.2009 18:03 Uhr

 



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