101 Reykjavik
dpa/sir
Der arbeitslose Hlynur (Hilmir Snaer Gudnason) wohnt mit seinen 28 Jahren noch immer bei seiner Mutter (Hanna Maria Karlsdottir). Müßig lebt in den Tag hinein. Weder Lebenslust noch Ehrgeiz treiben ihn dazu, ein eigenständiges Leben anzustreben. Damit ist Hlynur Stellvertreter für die Generation bequemer und gelangweilter Endzwanziger, die in puncto persönlicher Entwicklung in der Warteschleife hängen.
Der isländische Schauspieler Baltasar Kormakur hat mit seinem Regiedebüt eine Hommage an seine Heimatstadt Reykjavik geschaffen. Darin eingebettet erzählt er von dem Kampf Hlynurs gegen das Erwachsenwerden. Doch Kormakur bedauert seine Figuren nicht, er begleitet sie mit einem Lächeln.