13.06.2009 13:37
Autor: Ex-Porsche-Mitarbeiter
Liebe Redaktion,
es passiert in letzter Zeit nicht mehr oft, daß ich etwas zu lachen habe, aber bei den Interviews auf Seite 3 Ihrer Zeitung hat sich das geändert. Am 10.6. gibt der Porsche-Gesamtbetriebsratsvorsitzende Hück zu Protokoll: „Hier geht es um 11 000 Mitarbeiter, denen die Würde genommen wurde.“ und am 12.6. legt Landesfürst Oettinger nach, daß „Porsche ein Kulturgut für Baden-Württemberg“ ist.
Wie man Mitarbeitern die Würde nimmt, zeigt die Personalpolitik dieser Firma in bezug auf Festangestellte und Leiharbeitnehmer am besten, denn im Zweifelsfall werden Arbeitgeberinteressen höher gewertet als die soziale Verantwortung. In der Tat ein seltenes Kulturgut in Baden-Württemberg.
Mitarbeiter von anderen Sportwagenherstellern, die nicht mehr eigenständig sind, wie z.B. Aston Martin, Bugatti und Ferrari, klagen nicht über den Verlust der Würde.
Wie weit es gerecht ist, daß Firmen mit Liquiditätsproblemen Staatshilfen erhalten, kann ich als mittlerweile arbeitsloser Akademiker, der keine Steuern mehr zahlt, nicht beurteilen, aber die Eigentümer und Manager sollten mit Ihrem Vermögen zur Kasse gebeten werden, bevor der Staat einspringt.
03.06.2009 15:54
Autor: A. Wöhrl
Porsche hat sich über Gesetzeslücken an VW angeschlichen. Schäffler hat sich nach diesem Vorbild an Conti angeschlichen. Die BAFIN hat als Aufsichtsbehörde in beiden Fällen total versagt.
Wiedeking bezog und bezieht von Porsche Entlöhnungen in unsittlicher Höhe.
Nun wollen Porsche und Schäffler, daß Ihnen mit Steuergeldern geholfen wird.
Ich halte das für die Steuerzahler schlichtweg für nicht zumutbar.
26.05.2009 23:05
Autor: Trieschmann
Die Gier und der Größenwahn von Herrn Wiedeking und die nun damit verbundenen eirtschaftlichen Probleme, dürfen nicht mit Steuergeldern unterstützt werden.
Herr Wiedeking hat sich überschätzt und dadurch Porsche zum Sanierungsfall herab gestuft. Er allein ist deshalb haftbar! Wer
80 Mill EUR jährlich verdient muß nun auch zur Kasse gebeten werden, nicht der Steuerzahler.
Schaeffer hat sich an Continental auch vergriffen und muß nun zahlen, d.h. Conti
übernimmt nun Schaeffer und so ist es folgerichtig, dass VW eben Porsche übernimmt. Herrn Wiedeking kann man eben nicht trauen. Größenwahn kommt vor den Fall.
23.05.2009 21:57
Autor: Jürgen Axmann
Dieser Wahnsinn bei den Firmenübernahmen muss aufhören. Speziell dieser Übernahmeversuch kam mir schon immer oberfaul vor, finanziert über Gewinne aus Optionsscheingeschäften. Durch den AR-Vors. Piech gab es hier doch jede Menge Insiderwissen. Hr. Piech scheint die Bestechungsaffäre um den VW-Betriebsrat prima überstanden zu haben - Harz sei Dank. Bevor hier Hr. Öttinger mit unseren Steuergeldern einspringt, müsste Hr. Wiedeking seine Millionenprämien zurückzahlen, da hier doch eindeutig die Nachhaltigkeit nicht gegeben war. Desweiteren kann es nicht angehen, dass die übernommene Firma finanziell geschröpft wird ( mit entsprechendem Arbeitsplatzabbau ) und letztlich die eigene Übernahme im nachhinein finanziert.
Hier haben unsere Politiker bisher nicht's geleistet - ich denke, auch in Zukunft sind Parteispenden und entsprechende Posten in der freien Wirtschaft, für unsere Politiker abgesichert.
23.05.2009 13:50
Autor: Müller
Interessant, wie genau die Leute hier den Artike lesen und ihn interpretieren!
Porsche möchte einfach einen Kredit von der Landesregierung für einen befristeten Zeitraum haben und dafür auch noch Zinsen bezahlen. Es geht hier nicht um irgendwelche kostenlosen Staatshilfen, die Porsche nie zurückzahlen möchte. Und warum sollte das Land Porsche nicht diesen Kredit gewähren???
Porsche hat in den letzten 15 Jahren hohe Steuern in BaWü bezahlt (im Vergleich zu Daimler, Bosch,....) - desweiteren hat Porsche auf jegliche staatl. Subventionen verzichtet - da wäre es aus meiner Sicht auch o.k., wenn der Staat mal Porsche kurzfristig hilft.
Und die Bürgschaft ist aus meiner Sicht auch ohne Risiko für uns Steuerzahler.
Ich hoffe jedenfalls, dass Porsche Porsche und VW VW bleibt!!! Und wenn Porsche unter VW fallen würde gäbe es auch keine, bzw. wesentlich weniger Steuereinnahmen in BaWü!!
23.05.2009 12:55
Autor: Brenner, Luise
Ich finde es absolut nicht richtig, dass Ministerpräsident Oettinger und der Bund die Firma Porsche mit Milliarden unterstützen will. Als die Firma Porsche Riesengewinne machte, war es ihre Sache. Wenn Fehlspekulationen gemacht werden dann soll es Sache des Steuerzahler sein? Wo bleibt da die Gerechtigkeit?
Die Herren Porsche und Pîech sind Milliardäre. Meiner Meinung nach sind sie in erster Linie gefordert und nicht der Steuerzahler.
Was mich immer wieder wundert, wie es möglich ist, dass bei den Großen blitzschnell Milliarden locker gemacht werden können, aber bei den Kleinen angeblich keine Mittel da sind.
23.05.2009 05:35
Autor: Robert Bihlmayer
Wie lange kann der deutsche Steuerzahler eigentlich verar...t werden? Wenn ich kein Geld habe und etwas kaufen will, kaufe ich es einfach, bekomme das Geld vom Staat und dazu noch eine Staatsbürgschaft in jeder beliebigen Höhe. Oder geht das für den einfachen Bürger etwa gar nicht? Ich bin für jeden Tip dankbar - als demnächst Arbeitsloser (konjunkturbedingt betriebsbedingt Gekündigter, Akademiker, überqualifiziert) brauche ich ein neues Auto und eine billigere Wohnung. Sollte ich mich mit meinem Problem an Herrn Öttinger wenden, der bei der Eröffnung des Porsche-Museums (wie teuer war das?) in Zuffenhausen die üblichen großartigen Sprüche vom Erhalt der Arbeitsplätze und dem Standort Baden-Württemberg abgelassen hat? Das Maß ist voll. Aber es gibt trotzdem keine Revolution in Deutschland. Leider.
23.05.2009 00:31
Autor: Helmut Willenbrock
Wer soll das eigentich noch verstehen? Da wird gezockt noch und nöcher, Millionen und Milliarden werden ausgezahlt oder hin- und hergeschoen. Der eine übertrumpft den anderen. Dann kommen auch Landesregierungen noch ins Spiel. Es gab doch einmal eine sogenannten Soziale Marktwirtschaft, und dann mit Frau Merkel auch eine Neue Soziale Marktwirtschaft. Und dann sollte der Markt alles selbst richten. Jetzt vor Wahlen soll der Staat helfen, mit Milliarden, und keine Schulden machen und die Steuern senken. Die Teutonen sind mal wieder auf einem Irrweg, der heißt dieses Mal Neoliberlismus. Der kann auch abgewählt werden. Es wird höchste Zeit.
22.05.2009 19:26
Autor: Wüstenhagen
Keine staatliche Hilfe für Porsche.
Wenn Porsche das Geld nicht auf dem freien Markt bekommen kann, ist das Risiko viel zu hoch.
22.05.2009 19:25
Autor: bernd hudelmaier
Zuerst 60,8 Millionen € für den Hochadel um Schloss Salem - für die Auslösung von Kunstschätzen die bereits in Landesbesitz sind ! - dann mehr als 500 000 € exklusiv für den neuen Landesbank-Fürsten Vetter - neben den Milliarden, die ohnehin für die LBBW bereitgestellt wurden im Rahmen der von diesen fürstlich entlohnten Finanzjongleure hervorgerufenen Krise - und zuletzt Kapitalhilfe für den Porsche Auto-Krösus aus Zuffenhausen. Bravo Herr Oettinger, jetzt verstehen wir die ständige Rhetorik von der sozialen Marktwirtschaft: Gewinne werden privatisiert und Privatiers aller Magnatencouleur überlassen - die Verluste werden sozialisiert und dem gemeinen Bürger aufgebürdet. Nun verstehen wir u.a. den Sinn von Studiengebühren - für große Familien wie meine bei drei Studierenden vor der Geschwisterregelung eine übergroße Belastung - sowie den Sinn der Einführung von Benutzungsgebühren für die Landesbibliothek in Stuttgart, die bislang kostenlos vom bildungsbeflissenen Bürger benutzt werden konnte. Schließlich muss diese Oettingersche Landespolitik für Fürsten, Finanz- und Autobarone ja doch irgendwie vom gemeinen Volk aufgebracht und finanziert werden.