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Nazi-Vergleich

Piusbrüder hetzen gegen Schwule

02.07.2009 - aktualisiert: 03.07.2009 10:24 Uhr

CSD Feature
Bunt und schrill geht es beim CSD zu
Foto: dpa
Stuttgart - Die traditionalistische katholische Piusbruderschaft mit Sitz in Stuttgart hat ihren Protest gegen Lesben- und Schwulen-Paraden mit dem katholischen Widerstand gegen den Nationalsozialismus verglichen. Im aktuellen Mitteilungsblatt der Bruderschaft wird unter der Überschrift "Der Untergang des Abendlandes" zu Protestaktionen gegen die für den 1. August geplante Parade zum Christopher Street Day (CSD) in Stuttgart aufgerufen. "Wie stolz sind wir, wenn wir in einem Geschichtsbuch lesen, dass es im Dritten Reich mutige Katholiken gab, die sagten: ,Wir machen diesen Wahnsinn nicht mit!‘ Ebenso muss es heute wieder mutige Katholiken geben!" Außerdem heißt es: "Wir wollen nicht, dass unsere Heimat ein zweites Sodom und Gomorrha wird." Die CSD-Parade wird als "perverse Veranstaltung" zur "Propagierung der sodomistischen Unzucht" bezeichnet.

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Die Veranstalter des Christopher Street Day haben inzwischen Strafanzeige gegen den Autor des Textes, der nur mit einem Kürzel zeichnet, und die Piusbruderschaft gestellt. "Schwule und Lesben werden in dem Text mit den Nazis gleichgesetzt, das erfüllt der Tatbestand der Volksverhetzung", sagt CSD-Vorstand Christoph Michl. "Angesichts der Tatsache, dass Schwule von den Nazis verfolgt wurden, ist das eine Ungeheuerlichkeit." Michel fordert, dass sich die katholische Amtskirche umgehend von dem "Pamphlet der Piusbrüder" distanziert.

Nach Informationen unserer Zeitung handelt es sich bei dem Autor des strittigen Textes um Pater Andreas Steiner, den Sprecher des Priorats, der wegen eines "Einkehrtags" am Donnerstag nicht zu erreichen war.

Die Diözese Rottenburg-Stuttgart geht inzwischen auf Distanz zum Text der Bruderschaft. Der Vergleich mit der Nazizeit sei "vollkommen verfehlt", betont Bistumssprecher Thomas Broch. Der Zentralrat der Juden fordert eine Reaktion des Vatikans.
 

Klaus Eichmüller


Lesermeinungen
16.07.2009 15:56
Autor: Hans-Dieter Straup

Mann/Frau, also man kann und darf sie nicht ernst nehmen, diese ewig Gestrigen in einer immer noch nicht grad heutigen Kirche (aber das ist ein anderes Thema).
Als bekennender Katholik fordere ich dazu auf, dass sich die Kirche endlich wieder von diesen Un-Brüdern distanziert; es ist mir zuwider, mit ihnen unter einem Dach sein zu müssen.
Das heißt nicht, ihnen christliches Verzeihen vorzuenthalten bzw. anzubieten

H-D. Straup!

Schwul, katholisch und in der SPD.
Stellvertr. Landesvorstand der Schwusos.

Ich werde insofern und als bekennender Katholik am CSD in Stuttgart teilnehmen.


 

11.07.2009 20:33
Autor: Teilnehmer der CSD/Gegendemo

Das vulgaere Auftreten der Schwulen und Lesben in der Stuttgarter Innenstadt ist sichtbarer Ausdruck der moralischen Qualitaet unserer Gesellschaft. Wessen sittliche Grundhaltung durch obszoenes Aufbegehren unzuechtiger Handlungen ihren >normalen< Ausdruck definiert, dessen Sittlichkeit kann man nurnoch als Unnatuerlich und pervers konstatieren!
Diese Leute sind schlicht und einfach Krank aus Selbstmitleid und blind in ihrem Egoismus. Die Sklaven ihrer Impulse zeugen nicht nur von einer grossen Eigenliebe, nein, auch ihre unbedingte Geltungssucht ist Beweis einer, ja sogar DER unerfuellten Sehnsucht schlechthin: das Leben ohne Gott!

- Selig, die reinen Herzens sind -

 

10.07.2009 16:14
Autor: M.F.

Mal abgesehen von den Piusbrüdern...alles schreit nach freier Meinungsäußerung, oder etwa nicht? Dann darf ich das doch auch, oder etwa nicht ?

Ich meine, wenn man verschiedenen politischen Randgruppen oder verschiedenen religiösen Randgruppen verbietet zu demonstrieren, warum darf ein Schwulen und Lesbentreff/ Umzug stattfinden ???
Anerkennung hin oder her, es kann nicht sein, das hier Leute sich anbiedern und präsentieren, die sich wer weiß was in den Hintern stecken ! Das ist der Natur nach einfach nicht vorgesehen, und damit abnormal !!!
Wo kommen wir denn hin, wenn sich Alkoholiker ( Randgruppe ) zusammen tun und für grenzenlosen Alkoholkonsum demonstrieren, Drogensüchtige ( Randgruppe ) für die Freigabe von Herion demonstrieren !
Dürfen dann auch andere demonstrieren die eine Randgruppe darstellen ? Pädophile demonstrieren für den Sex mit Kindern ?

Nun wirds aber abartig, denkt der Leser, aber was ist denn bei den Homos anders ?

Das gehört nicht in die Öffentlichkeit, damit wäre alles gesagt !!!


 

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