Stuttgart - Man kann Jan Simak (30) verstehen. Er ist nicht mehr der jüngste, und die aktuellen Entwicklungen geben wenig Anlass zur Hoffnung, dass er demnächst zum Stammspieler beim VfB Stuttgart aufsteigen könnte.
"Alexander Hleb ist im linken Mittelfeld gesetzt", sagt der sonst so schweigsame Tscheche, "da ist kein Platz mehr für mich." Zudem ist das Mittefeld üppig besetzt: Neben Simak kämpfen Timo Gebhart, Roberto Hilbert, Sebastian Rudy und Elson um die Stammplätze. Deshalb hat Simaks Berater Christoph Leutrum bei Manager Horst Heldt um ein Gespräch gebeten.
Heldt pries die Vorzüge des feinen Technikers und betonte, dass er ihn nur ungern ziehen lasse. Er versprach aber, Simak bei einem passenden Angebot abzugeben. Passend heißt wohl bei einer Ablöse von etwa 400.000 Euro. Simak war 2008 für eine halbe Million aus Jena gekommen. Leutrum ist auf der Suche, einfach wird das nicht.
Simak ist nicht gerade ein Sprinter. Das von den meisten Bundesligateams bevorzugte Spielsystem mit der flachen Vier im Mittelfeld zwingt ihn aber in die Rolle des Flügelstürmers. Gesucht wird aber ein Club mit Raute im Mittelfeld, wo Simak hinter den Spitzen die Fäden ziehen könnte.