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Theater

München, du hast's besser

München - Stuttgarts Staatsschauspiel ist nach einer sehr durchwachsenen Saison erwartungsgemäß nicht vertreten. Hausregisseur Volker Lösch wurde mehrmals lobend und tadelnd genannt - allerdings nicht wegen einer Stuttgarter Inszenierung, sondern wegen "Marat" an Friedrich Schirmers Deutschem Schauspielhaus in Hamburg.

"Ich verdanke den Erfolg meinen Mitarbeitern", sagte Baumbauer, der zu Recht sein "tolles Ensemble" lobte, zu dem auch die Stuttgarterin Katja Bürkle zählt. Baumbauer freute sich über weitere Auszeichnungen. Das beste Bühnenbild kommt 2009 von den Kammerspielen. Das rotierende, gekippte Auge, das Regisseur Andreas Kriegenburg selbst für seine Inszenierung von Kafkas "Prozess" entwarf, hat die Kritiker beeindruckt. Das Haus wird in dieser Saison von einem Direktorium geführt und 2010 von Johan Simons übernommen. Dieser Regisseur hat in München mit seiner Kieslowski-Inszenierung "Drei Farben" ebenso überzeugt wie Regisseur Jossi Wieler mit Jelineks "Rechnitz" - dem Stück des Jahres.

Einmütig fiel das Lob für die beste Schauspielerin aus - Birgit Minichmayr, die auch im Kino (zuletzt in "Alle Anderen") zu sehen ist, hat in Martin Kusejs "Weibsteufel"-Inszenierung mit körperlichem und zugleich feinnervigem Spiel überzeugt. Beinahe hätte diese Produktion aus Wien auch etwas gewonnen: Martin Zehetgruber, Bühnenbildlehrer an der Stuttgarter Kunsthochschule, wurde für sein mächtiges Baumstammgeflecht für "Weibsteufel" am zweithäufigsten in der Kategorie beste Bühne genannt.
 


Nicole Golombek

28.08.2009 - aktualisiert: 28.08.2009 18:31 Uhr

 



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