Strafen für Motorradbastler

Wer röhren will, muss fühlen



04.09.2009 15:10
Autor: Die Redaktion

Vielen Dank für die zahlreichen Kommentare - wir werden die Diskussion jetzt beenden.


 

04.09.2009 13:48
Autor: Kai-Uwe Bevc

Zitat Kerstin
"Ich habe hier von der Motorradfahrer-Fraktion noch nicht ein einziges sachliches Argument gehört."
Es ist auch schwer, unsachliche Polemik mit sachlicher Kritik zu beantworten, aber ich wills mal versuchen:
Die Anteil der lauten Fahrzeuge und manipulierten Fahrzeuge mag eine gewisse Größe haben, doch ist diese Größe nicht die relevante.
Ausschlaggebend ist der Anteil der lauten Fahrzeuge an der Gesamtfahrleistung, denn DAS gibt die Zeit wieder, innerhalb derer die Fahrzeuge stören.
Die Störer sind aber idR nur wenige km im Jahr unterwegs und definitiv keine Allwetterfahrer, treten also in der Gesamtfahrleistung sehr zurück.
Dazu kommen punktuelle Effekte, vornehmlich als "Rennstrecken" bekannte Sammelpunkte, die sich durch ein bestimmtes Angebot für die spezifische Klientel auszeichnet (gute, breit ausgebaute Straßen).
Meist entsteht dieses Angebot aber als Nebeneffekt durch den Ausbau von eigentlich untergeordneten Straßen für den Tourismusverkehr, der hauptsächlich durch PKW entsteht.
Wenn man dabei nicht gleichzeitig physikalisch tempobegrenzende Maßnahmen ergreift, lockt man Raser auf zwei wie auch vier Rädern gleichermaßen an.
Selbstgebaute Störung eben.
Motorradfahrer, die so nicht unterwegs sind, meiden die entsprechenden Gegenden sehr schnell und scheinen deswegen in der Unterzahl.

Störungen durch Motorräder treten auch nicht flächendeckend auf wie es zB Störungen durch Luft-, LKW-Verkehr oder anderen Berufsverkehr tun. Sie treten eng begrenzt an einigen wenigen Strecken auf.

All das belegt, dass das Problem ein zahlenmässig geringes, wenngleich für die Betroffenen nicht weniger störendes ist.
Jedenfalls zeigt es, dass es völlig am Problem vorbeigeht, eine gesamte Gruppe von Verkehrsteilnehmern zu diffamieren, wie es der BUND hier tut (auch wenn er anderes behauptet).

Kontrollen und eine Entschleunigung der betroffenen Strecken wären wesentlich effektiver.
So zB. Bremsschwellen vor Kurven (Sportmotorräder sind sehr hart gefedert)

Ebenfalls positive belegte Argumente für Motorräder sind im übrigen:
- geringerer Flächenverbrauch (ca. 2m² gegen etwa 10m²/Fahrzeug)
- quasi nicht messbare Schädigung der Strassenbeläge
- geringerer Gesamtressourcenverbrauch
(geringes Gewicht, wenig nicht recyclingfähige Materialien)

Kurz: keiner muss Motorrad fahren, aber jeder darf es, wenn er es kann und will.
Polemische Aktionen können und dürfen daran nichts ändern.


 

04.09.2009 09:26
Autor: ku

Hübsch, wie hier die Emotionen hochkochen, nur weil ein Privatmann meint, einen absurden Kleinkrieg führen zu müssen. Seit wann dürfen Privatleute denn Lärmmessungen durchführen und sich einbilden, daraus abstruse Forderungen ableiten zu können? Ich fahre selber Motorrad - und ja, der Auspuff ist legal. Das Ganze klingt für mich aber doch sehr nach Sommerloch-Thema.


 

04.09.2009 09:01
Autor: Roland Mösl

Gleiches Recht für Alle!
Gleiche Abgasnormen wie für Autos
Gleiche Lärmnormen wie für Autos
http://politik.pege.org/2009-gleiches-recht/


 

04.09.2009 07:50
Autor: Wilfried Noller

Motorradfahren ist für viele eine Droge. Sie bringt aber nicht nur Tod, Schmerz und Leid für die unmittelbar Beteiligten. Sie schädigt, stört und schadet auch die Mitmenschen und die Umwelt. Anstatt diese Drogen zu bekämpfen wird sie in Werbung, Medien, vom ADAC noch unterstützt.


 

03.09.2009 23:31
Autor: Stephan Wunsch

Es ist immer wieder betrüblich zu sehen, dass sich in Deutschland gegen alles und jedes ein eifernder Bessermensch findet, der seine persönliche Sicht der Dinge allen anderen aufzwingen will. Der BUND und seine strrrrrrrrramm teutschen Kämpfer sind aber nicht im Besitz des absoluten Maßstabes.


 

03.09.2009 23:03
Autor: Holger

Man sieht hierbei doch wirklich dass die Politiker viel zu viel Zeit haben, sich mit Lächerlichkeiten zu beschäftigen. Sicher ist es für manche nicht angenehm wenn ein "knatterndes" Motorrad durch den Ort fährt, für andere ist es hingegen Musik in den Ohren. Sind wir mal ehrlich, wie oft hört man am Tag ein lautes Motorrad?
Ich denke mal es gibt bedeutend wichtigere Dinge um die sich unsere Politiker kümmern sollten als um etwas zu laute Motorräder.
PS: Ich fahre kein Motorrad, fühle mich aber trotzdem nicht durch alles gestört was andere tun.


 

03.09.2009 22:55
Autor: Wolfgang Geroschus

Habe ihren Artikel gelesen und möchte nur mal sagen das nicht nur der Motorrad Lärm krank macht sondern auch jeglicher andere auch.
Zum Beispiel in dem Wohnblock in dem ich wohne gibt es 3 Familien die machen die halbe Nacht permanent Lärm macht auch krank.
Ich würde daher sagen der Gesetzgeber steht in der Pflicht die Lärmgeplagten zu schützen.

Mit freundlichen Grüßen

Wolfgang Geroschus


 

03.09.2009 21:57
Autor: unwichtig

Holger Siegel:
Ich finde Toaster gemeingefährlich und gesundheitsschädlich!
Neulich bin ich wegen dem Toaster meines Nachbarn um 3 Uhr nachts geweckt worden.
Ich weiss garnicht mehr, was ich noch machen soll, denkt denn gar keiner mehr an die Kinder?

Verzeihung, es geht um Motorräder...

Oh, ja...Ich finde Motorräder gemeingefährlich und gesundheitsschädlich!
Neulich bin ich wegen dem Motorrad meines Nachbarn um 3 Uhr nachts geweckt worden.
Ich weiss garnicht mehr, was ich noch machen soll, denkt denn gar keiner mehr an die Kinder?

Ok, mal Spaß beiseite.

Ich finde im Straßenverkehr sollte man bestrafen, was den Verkehr behindert oder Verkehrsteilnehmer gefährdet. Damit meine ich Geschwindigkeitsverstöße in Tempo-30-Zonen ebenso wie Schleicher oder Rentner mit gefährlicher Fahrweise.
Unter Motorradfahrern gibt es den Insider-Spruch: "loud pipes save lifes", ein Motto, das unter Umständen tatsächlich Leben retten kann. Die häufigste Ursache für tödliche Motorradunfälle ist, das Motorräder von Autofahrern übersehen werden, ein etwas lauterer Auspuff kann dem entgegenwirken.
Um den Verursacher des Lärms zu entlarven, möchte ich nicht wie Herr Siegel nur auf dem Erstbesten der die Starße entlang kommt rumhacken, sondern weiter denken.
Vergleicht man den Dezibel-Wert eines Kraftomnibus mit dem eines Motorrads wird man sicherleich erstaunt sein, denn der Bus hat mit aller warscheinlichkeit annähernd 100dB, während das Motorrad zw. 85dB und 95dB liegt. (3dB mehr bedeutet doppelte Lautstärke) Neben Bussen verursachen Lastkraftwagen ebenfalls einen erheblichen Teil der Lärmemmission, denn wenn 40 Tonnen Stahl mit 80 km/h auf der Bundesstraße bergauf fahren verursacht nicht nur der Motor obszönen Lärm, auch das Abriebgeräusch der Reifen ist immens.
(Ich spreche aus Erfahrung, ich wohne 50m neben einer gut befahrenen Bundesstraße, aber mit Lärm habe ich keine Probleme) Von Flugzeugen möchte ich gar nicht erst reden.
Motorräder sind in der Beziehung wirklich ein kleines Übel.
Nebenbei sei noch erwähnt, dass sogar der Smart weitaus mehr Unrat in die Ozonschicht bläst als ein 180 PS Motorrad, aber davon und von der Tatsache, das Motorräder die Straßen entlasten sehe ich jetzt mal ab.
Wenn nach Feierabend das Wetter mitspielt, fahre ich manchmal mit dem Auto zum Paß hoch, setzte mich in der "Schaukurve" auf einen Campingsthul und sehe mir ein paar Stündchen die Motorräder beim Kurvenräubern an. Ich finde es jedes Mal "geil", wenn wenn ein Motorrad mit standesgemäßer Tröte vorbeikommt, da schlagen Herzen höher!

Zum Schluss möchte ich Stellung zu Herrn Siegels Hypothese nehmen, Motorräder würden durch Lärm Menschen töten; worauf sich auch meine anfängliche parodistische Äußerung bezieht.
Fakt ist, ist gibt KEINE Belege dafür, dass Lärm, insbesondere Lärm von Motorrädern jemals seit Anbeginn der Zeit für den Tod eines Menschen verantwortlich war. Diese Äußerung seitens Holger Siegel finde ich, ist als Verleumdung zu verurteilen.
Ferner finde ich, ist es ebenso zu verurteilen, Leuten wie Holger Siegel die Möglichkeit zu geben, mit seinen kleingeistlichen Äußerungen Menschen zu manipulieren, dies Spricht gegen den ordentlichen Journalismus und ist auf BILD-Niveau.

Ich hoffe, mit meinem Kommentar rege ich einige Leute an, sich Gedanken über die Verhältnismäßigkeit von Strafen für zu laute Motorräder zu machen.


 

03.09.2009 21:45
Autor: Andreas Kühn

Ja es gibt laute Motorräder. Aber die Strafen oder besser gesagt die bestimmungen sind Überzogen. Für Sportwagen gibt es sonderrechte wenn es um ihre Serienrechte geht. Warum nicht für "Sport" Motorräder? Ein heutiges Hochleistungsmotorrad hat ab Werk einfach keinen klang. Es ist dann offensichtlich, dass ein alteingesessener Motorradfahrer sich einen "zubehör" auspuff kauft. Innerhalb von 2 Minuten hat man den sogenannten DB Killer entfernt, der übermäßige Lautstärke verhindert. Aber ganz ehrlich: Wer an einer vielbefahrenen Straße wohnt, sollte es sich vorher überlegen wo er hinzieht. Anzumerken ist, dass die meisten Motorradfahrer kurvige landstraßen lieben, auf denen man ja niemand belästigt. (JA UMWELTSCHUTZ, aber da brauch man garnicht erst anfangen). Außerdem sind Motorräder nicht viel lauter als Autos und LKWs, sie werden nur lauter empfunden. Abrollgeräusche von Autos (gerade mit modischen Breiten Reifen) oder LKWs sind laut, werden aber aufgrund von der Frequenz nicht so laut war genommen. Aber dann kommt das Hochdrehende Motorrad, dass Nominell gleich laut ist und erregt aufsehen. Und ja ich fahre selbst mit einem Zweirad, dass nahezu die Doppelte lautstärke hat, als orginal, und diesen Klang werde ich nicht hergeben.


 


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