20.10.2009 18:32
Autor: Volker Hellein
Eine sehr gute Aktion der Gamer gegen den unsinnigen Aktionismus des "Aktionbündnisses" Winnenden. Bei allem Verständnis für den Schmerz und den Verlust, den diese Leute durch die Wahnsinnstat eines Psychopathen erlitten haben, so muss langsam mal Schluss sein mit den Pauschalverdächtigungen gegenüber Gamern, Paintballern und Sportschützen. Das sind ganz normale Menschen, die lediglich ein Hobby haben, das dem ABW nicht in den Kram passt.
Herr Schober mus sich auch mal fragen lassen, in wie weit es mit seiner moralischen Integrität bestellt ist, wenn er den schrecklichen Tod seiner Tochter derart instrumentalisiert, dass er nun sogar seinen Lebensunterhalt damit bestreitet.
20.10.2009 08:59
Autor: Stefan L.
@ Peter M: Ein durchaus stichhaltiges Argument das Sie da vorbringen (Vorsicht Ironie!). Nur weil jemand eine Rechtschreibschwäche hat (vgl. Legasthenie), hat seine Aussage keinen Wert? Würden Sie das auch in Bezug auf Agatha Christie, Albert Einstein oder Johannes Gutenberg sagen?
Ich finde es jedenfalls gut, dass das AAW sich auf einen anscheinend einigermaßen konstruktiven Dialog mit den Spielern eingelassen hat.
19.10.2009 16:46
Autor: Felix M.
Aufmerksam geworden bin ich auf diesen Artikel erst durch Bekannte, denn da ich nicht aus dem Raum Stuttgart komme, gehören die Stuttgarter Nachrichten auch nicht zu meiner Standardlektüre. Über die Berichterstattung muss ich mich leider ein wenig wundern.
Zwei Dutzend scheint mir andhand dessen was ich gehört habe wohl ein Rechenfehler zu sein. Kleiner Irrtum um Faktor 10 - soll vorkommen.
Interessant ist jedenfalls auch wie ein Teil der Spiele seinen Weg in den Container fand - gestellt für die Presse durch "kleine" Kinder, die, sollten es wirklich mehr als Strategiespiele sein, ihnen gar nicht ausgehändigt werden dürften. (Siehe untenstehenden Link zur Video-Plattform Youtube.
http://www.youtube.com/watch?v=LW68hN9LTGo&feature=player_embedded
Die Äußerungen des netten Herrn "IQ-Testers" halte ich übrigens für wenig angebracht und beleidigend. Ich jedenfalls habe meinen Intellekten schriftlich. Und wer mir das nicht glaubt: Für die kleine Rechenaufgabe gegen "automatisierte Spam-Einträge" bei der Kommentarabgabe hat es jedenfalls gereicht.
Letztlich noch zur Frage über Auswirkung von Computerspielen: Natürlich haben einige Spiele im Kinderzimmer nichts zu suchen. Dafür gibt es Altersbeschränkungen. Unsere Aufgabe als Geselltschaft und Staat ist es nun, diese auch zu garantieren. Ich meine, es ist doch auch nicht richtig Kinder Krimis oder Kriegsfilme sehen zu lassen, oder?
Für Spiele übrigens, die den Rahmen sprengen gibt es weiterreichende Maßnahmen wie Werbeverbote oder gar Verbote. Dass dazu in Deutschland eher selten kommt, liegt auch daran, dass solche Spiele in Deutschland oft erst gar nicht vertrieben werden oder an die geltenden Altersrichtlinien angepasst werden.
"Freigegeben ab 16 Jahren gemäß § 14 JuSchG.
Rasante bewaffnete Action, mitunter gegen menschenähnliche Spielfiguren, sowie Spielkonzepte, die fiktive oder historische kriegerische Auseinandersetzungen atmosphärisch nachvollziehen lassen. Die Inhalte lassen eine bestimmte Reife des sozialen Urteilsvermögens und die Fähigkeit zur kritischen Reflektion der interaktiven Beteiligung am Spiel erforderlich erscheinen."
"Keine Jugendfreigabe gemäß § 14 JuSchG.
In allen Spielelementen reine Erwachsenenprodukte. Der Titel darf nur an Erwachsene abgegeben werden. Bei Verstoß drohen Ordnungsstrafen bis 50.000 Euro. Der Inhalt ist geeignet, die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit zu beeinträchtigen. Voraussetzung für die Kennzeichnung ist, dass §14JuSchG Abs.4 und §15 JuSchG Abs.2 und 3 (»Jugendgefährdung«) nicht erfüllt sind."
19.10.2009 15:00
Autor: Ch. aus S.
"Wenn ich nur einen Amoklauf verhindere ..."
Dieser Satz hört sich zwar gut an, allerdings ist er ein Fehlschluß. Wenn man den selben Aufwand an Zeit und Geld nämlich stattdessen in eine Aktion stecken könnte, die zwei (oder noch mehr) Amokläufe verhindert, dann hat man nicht sein Ziel erreicht, sondern es verfehlt. Und es gäbe sicher dutzende wesentlich erfolgversprechendere Aktionsmöglichkeiten.
Und dies gilt auch nur für den Fall, daß mit dieser Aktion tatsächlich ein Amoklauf verhindert werden kann, was äußerst fraglich ist.
19.10.2009 13:00
Autor: Phillip Siegesmund
Mir fällt hier insbesondere dieses Zitat auf:
"Wir wollen, dass diskutiert wird und ein Zeichen setzen, dass Killerspiele aus den Kinderzimmern verbannt werden."
Diese sogenannten "Killerspiele" haben in der Regel bereits eine Altersfreigabe ab 18. Wenn sich die Eltern jetzt beim Kauf von Spielen für, oder mit ihren Kindern, an diese Freigabe halten würden, dann fände auch keines dieser "Killerspiele" den Weg in die Kinderzimmer.
Statt diese Spiele einfach zu verbieten sollte man sich lieber darum bemühen, dass bereits vorhandene Regelungen auch konsequent umgesetzt werden. Im Vergleich zu anderen Ländern, etwa den USA, ist der Jugendschutz in Deutschland um einiges strenger, viele solcher Spiele werden extra für den deutschen Markt bereits entschäft, da sie ansonsten gar nicht erst in die Läden kommen würden.
Bevor ihr neue Gesetze/Verbote macht, setzt erstmal die vorhandenen konsequent um.
19.10.2009 12:25
Autor: Sindy
Können wir jezt endlich aufhören diese Kategorie von Spielen "Killerspiele" zu nennen?! So etwas gibt es gar nicht. Es sind Egoshooter darunter, die eher gute Strategie erfordern und im Endeffekt eher in die Kathegorie Schachspiel statt "Killer..." gehören.
Es sind ein paar Spiele darunter die eher ins Phantasylager gehören. Eines meiner absoluten Lieblingsspiele wie Resident Evil wird da verteufelt. Was soll das. In jedem Krimi schießen Menschen auf Menschen und die laufen in Jedem Sender im Abendprogramm. Niemand tötet aber auch nur einen echten Menschen, weder im Spiel noch im Film und dass weiß jeder. Uli Luederitz gebe ich im Großen und Ganzen Recht, das sind sinnvolle Ansätze. Wenn wirklich in der Gesellschaft und der Erziehung was schief läuft sollte man genau so verfahren. Alles andere ist Quatsch. Und die ewigwährenden Beleidigungen hab ich jetzt satt. Egal von welcher Seite.
19.10.2009 11:04
Autor: Peter M.
Die vilen Rechtschreipfehler der Spieler zaigt einiges…Prima!
19.10.2009 10:20
Autor: Uli Luederitz
Ich kann diese "Ursachenforschung" langsam nicht mehr hören. Auch die "Verteufelung" von Schießsport und "Killerspielen" geht mir auf die Nerven, ebenso wie das ABW. Wenn sich Eltern und Schule mehr um die Kinder kümmerten, gäbe es solche Morde nicht. Und hört endlich auf, dies als Amoklauf zu bezeichnen. Es waren lange geplante Morde.
19.10.2009 00:59
Autor: Klaus Richter
Ich habe Verständnis für die Trauer der Eltern. Allerdings wählen sie den falschen, den einfach Weg.
Diese Aktionen wären viel glaubwürdiger für mich, wenn auch mehr Schulsozialarbeiter gefordert würden und mehr Verantwprtung der Eltern.
Der junge Mann hat nicht umsonst Amok in einer Schule gelaufen. Er wurde da gemobbt und hatte wenig soziale Kontakte. Darüber redet niemand.
Aber Spiele sind schuld. Weswegen sich junge Leute in Phantasiewelten zurückziehen, darüber redet niemand.
Mich würde interessieren, wieviele derjenigen, die über "Killerspiele" wettern, sich mal selber mit ihren Kindern an den Rechner gesetzt und sowas angeschaut haben. Ich mache das mit meinen Kindern und sie können spielen was sie wollen. Amokläufer werden sie nie. Weil wir uns um sie kümmern.
Aber Verbote sind ja leichter zu fordern, als Verantwortung.
18.10.2009 23:15
Autor: EGO -Shooter
Alles nur Müll was das Bündnis Winnenden so her geben !! Ist tradisch was da ab gelaufen ist , da kann man ja nicht die ganze Welt (für daß ein Idiot gemacht hat )in Strafe setzen. Ich spiele auch die sogenannten Killerspiele , bin ich deshalb ein Amokläufer ?
Noch eins gesagt , das Bündnis Winnenden , möchte gerne die Welt verändern , so geht das nicht mit mitleidstur !!