Kritik an Landesregierung

"Bildungssystem produziert zu wenig Qualität"

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20.10.2009 10:44
Autor: Uwe Metz

Die vereinte Kritik an der Bildungspolitik muss ich leider bestätigen. Ich bin Vater zweier schulpflichtiger Kinder und leide mit Ihnen und den Lehrern an der Konzeptionslosigkeit in der südwestdeutschen Bildungspolitik. Einst für seine Bildungsbeflissenheit und -tradition bekannt, zeichnet sich das Ländle jetzt durch Planungslosigkeit, impulsiven Aktionismus und Ignoranz aus. Die Bildung ist unverkennbar keine Herzensangelegenheit des Ministerpräsidenten und seiner Regierung.
Die Zeche für diesen Unwillen zahlen unsere Kinder.


 

19.10.2009 10:25
Autor: Andreas Strauß

Aus Schulen und Hochschulen Unternehmen machen !

Qualität kann nur geschaffen werden, wenn ein Leistungssystem besteht und keine planwirtschaftlichen Strukturen. Dies fängt schon bei der Lehrerauswahl- und Ausbildung an. Es darf nicht nur NC berücksichtig werden, sondern auch die psychischen und physischen Eigenschaften um so einen Job auch erfolgreich durchzustehen. Die Schulen sollten dabei ihre Angestellten selbst aussuchen können, ob sie ins Kollegen-Team passen und nicht durch Zentralvergabe positioniert werden. Bei Lehrern- und Hochschullehrern müssen wie bei freien Angestellten auch, Jahresziele definiert und überprüft werden, nachdem sich das Gehalt richtet. Leistungsunwilligen Lehrern muss gekündigt werden können, sowie es auch in der freien Wirtschaft der Fall ist. Das funktioniert aber nur, wenn man endlich die Verbamtung von Lehrern und Hochschullehrern komplett abschafft. Dies setzt Leistungsschübe frei und spart Millionen an Beamtenbezügen. Zudem sollte man natürlich auch Leistungssäumigen Schülern und Studenten einfacher den Laufpass geben können.


 

19.10.2009 06:12
Autor: Wolfgang Scheu

Dauerhaft erfolgreiche Systeme sind ausnahmslos von Grund auf stimmig. So sehe ich die Grundvoraussetzungen für ein Qualität 'produzierendes' Bildungssystem darin, dass alle Kinder, unabhängig von ihren Talenten in etwa dieselbe Vorbildungsbasis beim Eintritt in die Schule haben. Diese Basis erhalten sie in ganztägigen Kindertagesstätten, wie sie z.B. in Stuttgart mit den Einstein-Kitas bereits bestehen. Des Weiteren erscheint es mir dringend erforderlich, die Systematik der Wissensvermittlung zu hinterfragen. Es kann wohl einiges nicht stimmen, wenn ein Teil der Hauptschüler nach 9 Jahren Schule mit derartigen Lese-, Schreib- und Rechenschwächen entlassen wird, dass er kaum in der Lage ist eine qualifizierte Lehre zu absolvieren. Von Schulabbrechern wollen wir dabei erst gar nicht reden. Und es geht einiges daneben, wenn Schülernachhilfeinstitute boomen und sich zunehmend zu einem Parallelbildungssystem mausern. Zu guter Letzt ist die effiziente Aufarbeitung des Unterrichtsstoffs entscheidend. Dies kann, für alle Schüler gleich verbindlich m.E. nur in einer Ganztagesschule geschehen. Wer Kinder nachmittags in eine ausufernde PC- und TV-Gehirnwäsche nach Hause entlässt muss einen Großteil des am Morgen vermittelten Schulwissens abschreiben (siehe YouTube: Manfred Spitzer).
Ohne die Einlösung dieser drei Grundvoraussetzungen scheint mir die Beschäftigung mit weiteren Fragen wie ?-gliedrigem Schulsystem, Klassengröße, Erzieher- und Lehrerbesoldung, etc. müßig. Diese Dinge sind zwar alle wichtig, aber sie sind nur dann wirklich diskussionswürdig wenn die vorbeschriebenen Grundvoraussetzungen stimmen.


 

18.10.2009 11:54
Autor: Karl-heinz Krönes

das Drei gliederige bildungsysten gehört
abgeschaft jeder egall weche schule er hat
geich geförter


 

18.10.2009 11:39
Autor: Name der Redaktion bekannt

1. Anreize für gute Lehrer
Als wir den Sinn unserer Arbeit nicht mehr sahen, begannen wir über Motivation zu reden.
Erkenntnisgewinne, Lernerfolge mit initiiert zu haben, auf die Schüler im charakterbildend Einfluss nehmen können, Beziehungen aufbauen, positive Rückmeldungen bekommen, Aufmerksamkeit erleben. Nichts motiviert mehr als den Sinn seiner Arbeit aus dem Wesentlichen zu schöpfen. Der Arbeit mit dem Schüler.

Eine angemessene Besoldung ist wichtig. Jedoch entsteht ein engagiertes Lernumfeld aus einem Wir- Gefühl, einem Zusammenhalt, dem produktiven, helfenden Austausch, nicht zuletzt aus guten Rahmenbedingungen. Niemals jedoch, niemals!!!! aus zusätzlichen finanziellen Anreizen wie es die Wirtschaft und IG Metall und andere fordern.
Sie fokussieren die Leistung auf Außenwirkung, auf persönliche Profilierung. Leistungsprämien etc. schaden dem Miteinander erheblich. Der Schüler gerät aus dem Blick. Im Mittelpunkt steht plötzlich das Positiv- Konto dem Kontrollierenden gegenüber.
Sich helfen, Zeit für gemeinsamen Unterricht haben, sich Beraten und absprechen können sind die Schlüssel für gute Unterrichtsqualität.
Erste, deutlich negative Effekte zeigen sich seit der Einführung der Leistungsprämien und der Anhebung der Besoldung an das Realschulniveau für 20 Prozent der Hauptschullehrer.
2. Dieses System produziert aus sich heraus zu wenig Qualität.
Leider kostet Qualität Geld. Jedem vernünftigen Menschen muss klar sein, dass persönliche Zuwendung, Individualisierung, genaue Diagnose und daraus resultierende Hilfemaßnahmen nur durch kleine Klassen und entsprechendem Personal zu schultern sind.

3. Bereitet unser Bildungssystem unsere Kinder gut auf das Berufsleben vor?
Insbesondere Baden Württemberg lebt von seiner Wirtschaftskraft, seinen Ideen und Erfindungen, von guten Facharbeitern und Ingenieuren.
Im Bildungssystem könnte das Fach Technik diesbezüglich einen wichtigen Beitrag leisten.
Leider wird es nach wie vor nicht im Gymnasium unterrichtet, in der Realschule ist es in Klasse 5 und 6 fast völlig verschwunden. Ein Fachlehrermangel wird durch Fächerverbünde kaschiert. Gelder für Fortbildungen sind reduziert worden, Fortbildungen in diesem Bereich gibt fast gar nicht mehr. Durch neue Fächerkombinationen ist das Fach Technik weiter abgewertet worden.


 

17.10.2009 18:21
Autor: Annegret Sonntag

Lehrer werden viel zu wenig kontrolliert. Wenn ein Lehrer den Stoff, den er behandeln soll, nur teilweise schafft, hat das keinerlei Konsequenzen. Ich erlebe das als Nachhilfelehrerin sehr oft. Individuelle Unterstützung findet in der Schule nicht statt. Wer Nachhilfe nicht bezahlen kann, ist der Dumme. Nach wie vor sind die Strukturen zu autoritär. Das demotiviert und führt zu schlechten Leistungen. Aber auch gute und engagierte Lehrer werden durch dieses System frustriert, da es keinen Anreiz für gute Leistungen gibt. Wie zu meiner Schulzeit, weiß jeder , bei welchem Lehrer man etwas lernt und welcher als schlecht gilt. Der Beamtenstatus des Lehrers führt dazu, dass bequeme Menschen, denen Sicherheit wichtig ist, diesen Beruf ergreifen.


 

17.10.2009 12:33
Autor: Thomas Melber

Bei meinem ABI-Jahrgang 1984 konnte ich dies nicht feststellen. Immerhin sind dies nun die Techniker, Ingenieure, aber auch Lehrer von heute. Also: was ist seit damals schief gelaufen?


 


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