Stuttgart (dpa/lsw) - Jede zweite Waffe in baden-württembergischen Haushalten ist nicht ausreichend gesichert. Bei 1073 Kontrollen der Behörden in der letzten Oktoberwoche habe es 576 Beanstandungen ergeben, erklärte Innenminister Heribert Rech (CDU) am Donnerstag in Stuttgart. Häufig waren die Waffenschränke Grund für die Beschwerden: Sie entsprachen entweder nicht den gesetzlichen Vorschriften oder waren überhaupt nicht vorhanden. In einzelnen Fällen hätten Waffen oder Munition zudem nicht im Waffenschrank, sondern in der Wohnung gelegen, hieß es weiter.
"Die als Folge des tragischen Amoklaufs in Winnenden und Wendlingen bundesrechtlich verschärften Kontrollvorschriften müssen ernst genommen werden", erklärte Rech. Jeder Waffenbesitzer könne damit einen Beitrag zur Sicherheit im Land leisten. Rech erinnerte auch an die Amnestieregelung, nach der Besitzer illegaler Waffen diese bis 31. Dezember straffrei zurückgeben können.
dpa
05.11.2009 - aktualisiert: 05.11.2009 12:51 Uhr