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Rangliste unserer Zeitung

Jens Lehmann an der Spitze

22.12.2009 - aktualisiert: 22.12.2009 12:37 Uhr

KINA - Torhüter Lehmann bedauert seine Fehler vfbjahrseptember
Sportlich hat er die StN-Sportredaktion überzeugt: Jens Lehmann
Foto: dpa
Stuttgart - Viele werden sagen: Ausgerechnet der. Aber so ist er nun mal, der Torhüter Jens Lehmann. Immer wieder sorgt sein Auftreten für Kopfschütteln - an seiner sportlichen Leistung gibt es aber nichts zu deuteln. In der Bewertung unserer Sportredaktion hat er es zum Ende der Vorrunde an die Spitze geschafft.

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Nicht selten ist es ja der letzte Eindruck, der haften bleibt. Und wäre das auch in der Benotung der VfB-Profis durch unsere Redaktion so, hätte Jens Lehmann an der Spitze nicht viel zu suchen gehabt. Öffentliche Kritik am Verein, Rote Karte in Mainz, spektakuläre Flucht aus dem Stadion - kaum Vorkommnisse, die zum Titel Liebling der Nation führen können. Aber: Der Blick auf die ganze Strecke, also auf die Hinrunde der Fußball-Bundesliga, relativiert vieles. Der Keeper hat stets seine Leistung gebracht.

So weist es auch die Rangliste unserer Sportredaktion aus, in der alle VfB-Profis vertreten sind, die mindestens neunmal in der Vorrunde auf dem Platz standen. Jens Lehmann grüßt - von der Spitze. "Es ist immer schön, bei positiven Statistiken an der Spitze geführt zu werden", sagt Lehmann, "deswegen freue ich mich natürlich auch über dieses Ranking." Auf Rang zwei steht Sami Khedira, Dritter ist Kapitän Matthieu Delpierre.

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Bei aller Freude über die positive Bewertung seiner Leistung - zufrieden ist der Keeper selbstredend nicht. Zu schlecht hat der VfB in der Hinrunde als Team funktioniert, zu prekär ist nach wie vor die Tabellensituation. "Das Wichtigste in der Rückrunde wird sein, dass wir wieder als Mannschaft unsere Leistung abrufen und schnell den Anschluss ans Mittelfeld schaffen."
 

Dirk Preiß


Lesermeinungen
24.12.2009 12:24
Autor: Mark

Sehr geehrte Readaktion,
leider waren die Spiele des VFB in der Vorrunde nicht gerade ein Augenschmaus. Dennoch habe ich als aktiver Fußballer und treuer Fan jedes Heimspiel sowie einen Großteil der Auswärtsspiele aufmerksam verfolgt. Mit Erstaunen stelle ich fest, dass ich bei einigen Spielen wohl auf einem anderen Sportplatz gewesen sein muss, denn anders ist dieses Ranking nicht erklären.
Im Endefekt kann ich Herrn Hjalmar Hiemann bei seinen Ausführungen nur beipflichten!!!





 

23.12.2009 16:40
Autor: Philipp

Sehr komische Liste... die größte Enttäuschung ist nicht Hleb sondern zuerst der Hitzlsberger, der unterirdisch schlecht spielte, gefolgt von allen anderen Stürmern!

 

23.12.2009 10:12
Autor: Hjalmar Hiemann

Ich finde es schade und unverständlich, mit welcher Konstanz die Stuttgarter Lokalpresse seit Monaten Alexander Hleb demontiert. Ein bißchen erinnert es mich an die frühere Diskussion um die mangelnden Spielmacherqualitäten von Michael Ballack. Das der Kapitän unseres Nationalteams dies aber nicht ist, sondern vielmehr einer der wahrscheinlich torgefährlichsten defensiven Mittelfeldspieler der Welt, haben zum Glück mittlerweile die meisten erkannt und akzeptiert. Ist ja auch nicht so schlecht.

Ich denke, es war jedem klar, dass man mit Alexander Hleb keinen Spieler geholt hat, dessen vorderste Qualität es ist mit Arbeiterqualitäten im Abstiegskampf die Karre wieder aus dem Dreck zu ziehen. Hätte man das gewollt, hätte der VfB eher Maik Franz verpflichten müssen.
Alexander Hleb war und ist ein begnadeter Individualist, der in der Lage ist in einem funktionierenden Kollektiv durch einige wenige ausserirdische Aktionen den Unterschied zu machen und so Spiele zu entscheiden. All denjenigen, die sich derzeit auf das CL-Spiel gegen Barcelona freuen, und die sich nicht mehr so Recht daran erinnern könne, wem sie das mit zu verdanken haben, empfehle ich das YouTube-Filmchen http://www.youtube.com/watch?v=rK4maycJAeU . Ich sage an dieser Stelle einfach: „Danke Alex“, für diese Aktion und für Barca.

Das die Erfolgsquote für solche Aktionen in der Regel nicht bei 100 sondern eher bei 10 Prozent liegt, war auch schon so, als Hleb noch einer der jungen Wilden war. Dass diese Quote stark durch das Selbstvertrauen beeinflusst wird, ist mir als praktizierendem Sportler klar. Deshalb bedauere ich es sehr, dass durch Presse und darauf folgend beim Publikum eine Stimmung entstanden ist, die für eine positive Entwicklung nicht gerade förderlich ist. Es erschliesst sich mir nicht so Recht, warum nach dreimonatiger Heimsiegflaute der erste Erfolg gegen Hoffenheim mit einem Artikel „Die Blockade des Alexander Hleb“ quittiert werden muss.

Ich persönlich werde auf jeden Fall in der Rückrunde mindestens noch einmal ins Stadion gehen, und zwar ausschließlich um Hleb „spielen“ zu sehen. Ich sage bewusst spielen, weil ich mich natürlich auch über Siege freue, aber mindestens so viel, eigentlich sogar noch mehr Freude bereitet es mir, wenn ich Spieler wie Messi, Ribery, Diego oder Hleb erlebe, wie sie den Fußball um das bereichern, was für mich das Salz in der Suppe ist, die genialen, die magischen Momente.

 

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