Vorwurf

"Schweinegrippe aufgebauscht"

Name, Anschrift und E-Mail sind keine Pflichtangaben, allerdings können Kommentare ohne Angabe des Namens und der vollständigen Adressdaten in der gedruckten Ausgabe leider nicht berücksichtigt werden.

Ihr Name

Straße, Hausnummer
wird nicht veröffentlicht

PLZ, Ort

Ihre E-Mail Adresse
wird nicht veröffentlicht

Ihre Meinung

Um automatisierte Spam-Einträge zu verhindern bitten wir Sie die folgende kleine Rechenaufgabe zu lösen.

Subtrahieren Sie 7 von 12

     Spielregeln


Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass die Kommentare erst durch die Redaktion freigeschaltet werden.


31.12.2009 14:12
Autor: Jochen Wagner

Wurde die Schweingrippe aufgebauscht? Laut Ihrem Kommentator Reimund Abel vom 31.12.09 hatte die Politik gar keine andere Wahl als Impfstoffe und Antivirale Medikamente in riesigen Mengen einzukaufen, denn es hätten ja Menschen sterben können. Angeblich "reagierte die Bevölkerung mit Hysterie und Verunsicherung, als die Krankheit Deutschland immer näher kam". So ein Nonens, denn die Angst und Hyterie wurde allein von der Presse geschürt. Die Bevölkerung wollte sich überhaupt nicht impfen lassen, den wir alle erinnern uns noch gut an Vogelgrippe und SARS; Krankheiten die uns ebenfalls im Vorfeld medial aufgebauscht als tödlich verkauft wurden. Tote gab es so gut wie keine aber der Steuerzahler musste die Zeche zahlen. 50 Mio Impfdosen für Schweinegrippe zu acht Euo Einkaufspreis kosten mal eben läppische 400 Mio Euro für den Steuerzahler. Wenn man bedenkt, dass andere Länder ebenfalls kräftig Impfstoffe bestellt haben kann man hier getrost von einem Multimilliardengeschäft für einige Pharmariesen sprechen. Vielleicht sollten die Medien einmal wieder Ihrer Pflicht nachkommen und sauber recherchierten Journalismus bieten anstatt Lobbyistenmeldungen einfach zu übernehmen. Für mich ist die Schweinegrippe ein klarer Fall für die Staatsanwaltschaft.


 

30.12.2009 11:35
Autor: Bundy

So, die Pharmaindustrie ist schuld? Mag sein. Aber was ist mit der Presse? Nein, die hat am Aufbauschen natürlich überhaupt keine Schuld. Was ich hier vermisse, ist eine XXXXL-Portion an Selbstkritik.


 

29.12.2009 17:26
Autor: Wolfgang Scheu

Die Schweinegrippe aufgebauscht? Mit einiger Sicherheit - im Nachhinein gesehen. Schuldzuweisungen? Wer hätte es denn besser wissen müssen? Die Berater, wer auch immer diese sind vielleicht, die Entscheidungsträger, die massenhaft Impfstoff geordert haben wohl weniger - ihnen sollte man, ehe nicht das Gegenteil bewiesen ist zu Gute halten eher "falsch beraten" gewesen zu sein. Der Tenor der Wortmeldungen dürfte klar sein, hätten sie keine Vorsorge getroffen und wäre es tatsächlich zum vorhergesagten, apokalyptischen Ausmaß einer Schweingrippe-Epidemie gekommen. Auch den Medien ist m.E. kaum ein Vorwurf zu machen wenn man ihnen zugesteht, dass auch Journalisten in Puncto Epidemien lediglich das nachplappern können was ihnen suggeriert wird.
Trotz allem dürfte der Ausgang der Kampagne zusammen mit der Vogelgrippehysterie im letzten Jahr verheerend sein. Wer wird Warnungen vor Grippeepidemien in Zukunft wohl noch Glauben schenken? Stattdessen bleibt momentan lediglich der fade Beigeschmack, einer "simplen Werbekampagne" aufgesessen zu sein und hierfür im kommenden Jahr auch noch zur Kasse gebeten zu werden. Dazu noch die Gewissheit, dass das Gesundheitssystem ein Fass ohne Boden ist - und dies angesichts eines historisch niedrigen Krankenstands und eines ausgedünnten Leistungsspektrums! Das glaube ich allerdings schon heute nicht mehr!


 

29.12.2009 14:09
Autor: Ernst Kurz

Die Medien sind Schuld - die Pharmaindustrie ist Schuld - Schuld sind immer die Anderen.
Wo bleibt eigentlich die Verantwortung jedes Einzelnen für sich selbst?
Der große Gewinner @D.Preußner ist nicht die Pharmaindustrie sondern alle kritischen Menschen, die den Medien nicht blind vertrauen und deshalb "cooler" sind, weil sie wissen wie der Hase läuft. Dies gilt übrigens für alle Bereiche des Lebens.



 

29.12.2009 12:52
Autor: D. Preußner

Schweinegrippe wurde aufgebauscht!
Nicht zuletzt ist es ja auch den Medien zu verdanken, dass so viele Menschen völlig verunsichert wurden, ob der großen Gefahr an einem Grippevirus womöglich zu erkranken, der letztendlich auch nicht gefährlicher ist wie jeder andere Grippevirus auch. Wie so oft im Bereich der medizinischen Versorgung in Deutschland ist die Pharmaindusrie der große Gewinner dieser Aktion und das zu Lasten des Versicherten, der sich nicht wehren kann. Eine vernünftige Aufklärung wäre sinnvoll gewesen. Vielleicht lernen wir ja daraus mit Panikmache dieser Art etwas "cooler" umzugehen.


 

29.12.2009 12:41
Autor: Gerhard Gold

Seien wir doch froh, dass es wieder einmal keine Pandemie gegeben hat. Sie wird irgendwann einmal auftreten und dann werden wir froh sein, wenn wir helfende Medikamente und Ärzte haben.
Natürlich hat die Industrie mitgeholfen, dass die Medien nicht von der Gefahr einer Pandemie gelassen haben. Aber die Politik hat doch sicherlich Abstimmungen mit neutralen Experten vorgenommen.
Was das Defizit der Kassen anbelangt: Erst am 3.9. war in der lokalen Zeitung der Artikel, dass die Kassen das Jahr 2009 mit Überschuss beenden werden. Was ist seit 3.9. passiert, dass plötzlich ein dickes Minus auftreten wird ? Politische Defizite ? Oder WEg in eine privat fianzierte Krankenversicherung, an der dann die Finanzhaie mit neuen Krisen verdienen ?


 

29.12.2009 12:02
Autor: Andrea

Von der Medienkampagne kann man halten was man will - ich habe auch den Kopf geschüttelt, als eine große Wochenzeitschrift die Zögerlichkeit der Bevölkerung in Sachen Impfen anprangerte - selbst jedoch keinerlei neue Informationen in ihrem 6-Seitigen Artikel zu verkünden wusste.

Aber dass das jetzt zu Verschwörungstheorien Anlass gibt - das empfinde ich persönlich als sehr amüsant.

Die Medien stilisieren traditionell jedes Wort zum Superlativ, also wird jede Grippewelle zur "Pandemie" wie ein Hochwasser schnell eine "Jahrhundertflut" und bald jeder Wintersturm ein "Jahrhundertsturm".
Letztens war es doch 2 Tage kalt - und im Radio war von "Arktischer Mega-Kältewelle" die Rede.

Ich selbst empfinde es allerdings nicht als Fehler, dass mein Arbeitgeber seit SARS einen Pandemieplan hat, denn die Möglichkeit einer Pandemie ist nicht von der Hand zu weisen. Wie wir allerdings von einer echten Pandemie erfahren sollten, weiß ich nicht. Denn wenn es so weit ist werden wir auch diesem Begriff gegenüber so abgestumpft sein, dass wir Medienberichte darüber nur mit einem Schulterzucken zur Kenntnis nehmen werden.


 

29.12.2009 11:02
Autor: Albert Groß

Ich lasse mich jährlich im Oktober/November gegen die Virusgrippe impfen; aus Überzeugung durch Erfahrung. Seit 60 Jahren lese ich die Klagen über die Nebenwirkungen der Impfgegner; das nenne ich dann auch aufgebauscht.

Die Praxisgebühr hat keine Lenkungswirkung, da ich gewohnheitsmäßig zuerst zum Hausarzt gehe; aber daß für das Hausarztprogramm der AOK dennoch ein eigener Antrag erforderlich ist, davon habe ich erst durch Zufall erfahren.

Mit Leistungseinschränkung zu drohen ist skandalös; das ist zur Zeit meine Erfahrung als Arbeitsunfallpatient.


 

29.12.2009 09:13
Autor: Christian Renner

Die Pharmaindustrie herrscht, so mächtig ist sie.Seehofer musste schon nach seiner Gesundheitsministeramtszeit eingestehen, dass die Politiker ggüber der Pharmafia völlig machtlos sind. Denken wir uns mal die naheliegenste Parallele. Die Rüstungsindustrie ist ähnlich mächtig, noch Skrupelloser und deren Viren heißen "Terroristen".


 

29.12.2009 08:42
Autor: Hans-Joachim Sämann

Der Vorwurf an die Pharmaindustrie erscheint mir nicht gerechtfertigt. Verursacher für die Schweinegrippe-Hysterie sind für mich die Medien. Es gab kaum eine Nachrichtensendung ohne "Informationen" zur Schweinegrippe, Sondersendungen wurden ausgestrahlt. In nahezu jeder Zeitung waren täglich Artikel über die Gefährlichkeit der Schweinegrippe zu lesen. Die Jagd nach Quote und Umsatz bestimmte das Geschäft. Kein Wunder, daß diese Nachrichtenflut bald ihre Wirkung zeigte. Die in Panik versetzte, verunsicherte und verängstigte Bevölkerung forderte Maßnahmen von der Politik - natürlich kräftig unterstützt von den Medien. Die Politik war morallisch gezwungen millionen Impfdosen zu bestellen. Die Industrie nahm diese unerwarteten Aufträge dankend an und der Verbraucher darf heute die Rechnung bezahlen. Vielen Dank liebe Medien.


 


  1 | 2 | 3  >>

Anzeigen
 
 
Lesen Sie sich die Druckausgaben digital im Originallayout mit allen Bildern durch.
ePaper
Für Abonnenten
Für Kaufinteressenten
» Abonnement
» StN Digital
» Einzelexemplar
» Infos
» Preise