Bildung

Das 13. Schuljahr zum Entschleunigen

Name, Anschrift und E-Mail sind keine Pflichtangaben, allerdings können Kommentare ohne Angabe des Namens und der vollständigen Adressdaten in der gedruckten Ausgabe leider nicht berücksichtigt werden.

Ihr Name

Straße, Hausnummer
wird nicht veröffentlicht

PLZ, Ort

Ihre E-Mail Adresse
wird nicht veröffentlicht

Ihre Meinung

Um automatisierte Spam-Einträge zu verhindern bitten wir Sie die folgende kleine Rechenaufgabe zu lösen.

9 abzüglich 7 ergibt?

     Spielregeln


Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass die Kommentare erst durch die Redaktion freigeschaltet werden.


29.01.2010 15:19
Autor: Häberle

Ich halte eine institutionaliserte Möglichkeit zur Entschleunigung für extrem sinnvoll. Ein Gymnasium der 2 Geschwindigkeiten käme den unterschiedlichen Entwicklungsgeschwindigkeiten der Kinder sehr entgegen. Aber ein Paukjahr zwischen Klasse 10 und 12 hilft da nicht. Vielmehr müsste dieses Jahr sowohl einen Perspektivwechsel als auch eine gezielte Aufarbeitung von Lücken ermöglichen.
Die OECD weist D immer wieder darauf hin, dass bei uns zu wenige Menschen studieren. Also ist es völlig kontraproduktiv, wenn wir alle unsere Gymnasiasten zwanghaft in 12 Jahren durch die Schule schleußen. Es geht darum, mehr Jugendliche zur Studierfähigkeit zu bringen und nicht, die die es versuchen, noch mehr zu stressen!


 

29.01.2010 09:59
Das achtjährige Gymnasium ist ein Verbrechen an unsere Kinder. Nachdem meine Tochter nach 8-9 Stunden Schule nach Hause kommt setzt sie sich hin und packt wieder ihre Schulsachen aus um Hausaufgaben zu erledigen oder für die Klassenarbeit zu lernen. Irgendwelche Verabredungen mit Freunden während der Woche ist unmöglich. Am Wochenende ist immer Schule angesagt, also von wegen Familienausflug. Gibt es nicht. Zumal meine Tochter eine gute Schülerin ist. Kinder die nicht ganz so leicht lernen bleiben absolut auf der Strecke.


 

29.01.2010 07:30
Autor: Wolfgang Scheu

Der Hinweis der Schuldirektorin auf ausländische Schüler dürfte wohl eher etwas weit hergeholt sein, beträfe dies doch nur diejenigen, die kurz vor dem Wechsel in die Oberstufe nach Salem gekommen sind und somit eine Eingewöhnungszeit nötig haben. Dies tut allerdings der Tatsache, dass die Dame den Sinn von Schule und Bildung auf den Punkt bringt keinen Abbruch. Wenn selbst ein Internat, das G8 infrastrukturell wohl noch am ehesten verkraften kann diesen absolutistischen Bildungswahnsinn nicht widerspruchslos hinnehmen will, dann spricht dies Bände. Dass sie sich trotz besserer Voraussetzungen, wie ihre Kollegen im staatlichen Schulsystem auch um die Qualität des Unterrichts sorgt sei ihr dabei unbenommen. Es wäre jedoch verwunderlich wenn sie Gehör fände und so dürfte auch die Eliteschule aus schierer Staatsräson um den freien Fall durch unser Bildungssystem nicht herumkommen.


 

29.01.2010 04:46
Autor: Sonja Mueller

Als Eltern eines Kindes das im Februar die Grundschulempfehlung bekommen wird stellen wir uns seit einiger Zeit die Frage: Was tun ? Ich kenne einige Eltern die ihr Kind bewußt, trotz der Empfehlung, nicht aufs Gymnasium schicken um dem G8 zu entgehen. Ist das nicht eine traurige Entwicklung ? Unsere Politiker sind Betonköpfe deren Gedanken hauptsächlich um die nächsten Wahlen kreisen aber Sie sind bestimmt nicht innovativ und kritikfähig. Der Rücktritt von Fr. Staab als Vorsitzende des Landeselternbeirates ist für uns Eltern nur zu Bedauern. Die Landesregierung muß bei den nächsten Wahlen einen Denkzettel erhalten. Ich hoffe auf Eltern, Schulleiter, Bildungsexperten die massive öffentliche Kritik äußern, damit sich was ändern kann. Außer dem G8 sind die Grundschulempfehlung,die Problematik um das Thema 'Werk'-Realschule weitere dringende Baustellen die zügig geregelt werden müssen. Bildung muß nach meiner Auffassung zentral von Berlin aus gesteuert werden. Kostenersparnis und eine einheitliche Bildunsgpolitik wären die Folge. Ich wünsche Salem den Mut und die Ausdauer das 'entschleunigte G8' umzusetzen.Baden-Württemberg kann fast alles - Außer Bildung.


 

28.01.2010 18:10
Mir würde es sehr recht sein, denn ich habe 3 mal Mittagschule und öfters auch mal 3 Klassenarbeiten in einer Woche.
Der Schulstoff ist zu viel und deshalb bleibt für die Freizeit und soziale Kontakte immer nur sehr wenig Zeit.
Denise (9.Klasse Gymnasium)


 

28.01.2010 17:28
Autor: Doris Hämmerle

Ich finde man müßte das G9 wieder einführen, das G8 ist nicht durchdacht,
da es an Räume, Bücher und Lehrer fehlt.
Die Kinder sind zu gestresst. Haben keine
Freizeit mehr. Kranke Lehrer werden nicht mehr ersetzt, weil kein Geld mehr das ist.


 

28.01.2010 15:32
Autor: Dr. Hansjörg Niederwald

Es ist eigentlich völlig klar: die bessere Schule ist diejenige, die ihren Schülern mehr beibringt. Bezogen auf die Schuldauer heißt das eindeutig: G9 ist besser als G8. Der Wissensumfang nimmt ständig zu, die Menschen werden immer älter, müssen bzw. dürfen länger arbeiten und die Arbeitsplätze werden knapper. Warum wird dann das Schul-Angebot schlechter? Es gibt nur einen Grund: Unser Staat kann sich teure Schulbildung nicht mehr im alten Umfang leisten. Das will uns aber kein Politiker sagen, schon gar kein(e) Bildungdpolitiker(in). Ein weiterer Schritt auf dem Weg der schleichenden DDRisierung unseres Landes. Wir Wähler antworten darauf mit Erich Kästner: "So tief darfst Du nie sinken, von dem Kakau, durch den man Dich zieht, auch noch zu trinken".


 

28.01.2010 15:13
Autor: Heinz R. Vogel

Muss man sein Abitur an einem humanistischen, altsprachlichen, neusprachlichen oder naturwissenschaftlichen Gymnasium auf Gedeih oder Verderb in 8 Jahren machen? Antwort: nein. Mein ehemaliger Nebensitzer hat nach 6 Jahren Realschule die Mittlere Reife und nach weiteren 3 Jahren Abitur am Wirtschaftsgymnasium gemacht. Heute ist er Dr. rer. nat. und entwickelt Arzneimittel. Das ist sicher nur ein Beispiel von vielen. Also wo ist das Problem? Etwas mehr Flexibilität bitte, auch und besonders bei den Eltern der 4.Klasse Grundschule!


 

28.01.2010 14:57
Autor: dase

Ich kann meinen "Vorschreibern" nur beipflichten. Der Druck geht aber nicht erst mit Klasse 5 auf dem Gymnasium los, sondern schon in Klasse 2. Auch da erlebten wir schon "fröhliche" Gesamt-Familien-Projekte am Wochenende oder in den Ferien, zum Erstellen von Buchpräsentationen oder Referaten über Haustiere u.s.w. . Denn da wurde uns auch ganz klar, dass die Grundschulen schon die Kinder G8-tauglich "trimmen". Und wer es dann "geschafft" hat, der muss spätestens in der Mittelstufe aufpassen. Wiederholen dann Kinder eine Klasse, so ist das G8-Ansinnen, schneller in die Berufswelt einzutauchen und international mitzuhalten, gescheitert. Dahinter liegen aber u.U. ein paar Jährchen Unfrieden in der Familie, da ständige Unzufriedenheit, zunehmende Versagensängste (die Psycho-Praxen sind voll), Kopfschmerzen, etc. Schöne Kinderwelten. Übrigens kann man diese ganze Spannbreite auch mitmachen, wenn das Kind nicht auf das Gymnasium kommt. Ich bin froh, dass wir Kinder zu Hause das Thema Schule weitesgehenst auf ein Mindestmaß ausklammern konnten, sodaß am Esstisch Zeit war für sehr wichtige Themen, wie Freundschaften, Ärger und Freude mit Erlebnissen/Situationen,... .


 

28.01.2010 14:56
Autor: S. Jacobsen

Wenn die Umstellung von G9 auf G8 bewältigt ist und die Anfangsprobleme bereinigt sein werden, gibt es wahrhaftig keinen Grund mehr, am Sinn dieser Reform zu zweifeln. Da eine 12-jährige Schulzeit in Europa schon lange Standard ist, wäre es ja auch kaum zu begreifen, warum deutsche Schüler die Ausnahme sein sollten. Und ja doch, selbstverständlich ist es sinnvoll, die Vor- und Ausbildungszeit zu beschleunigen und die Leistungsfähigkeit junger Menschen zu nutzen, anstatt mit der Verlängerung der Arbeitszeit im hohen Alter die volkswirtschaftlichen Probleme der Gegenwart zu lösen. Ferner muss man es klar und deutlich aussprechen dürfen: Jeder Schüler, der die nötige Eignung und den notwendigen Fleiß für das Gymnasium mitbringt, kommt mit dem 8-jährigen Gymnasium erfahrungsgemäß zurecht. Es mag für manche schmerzlich und überaus unpopulär sein, sich damit zu beschäftigen, gewiss. Wer aber schulische Auslandserfahrung hat, der weiß, dass in anderen Ländern, besonders in Osteuropa, die Lern- und Leistungsbereitschaft höher ist sowie das Wissen vorherrscht, dass Bildung und das Bemühen um Bildung untrennbar mit Anstrengung verbunden sind. Wer dann die Beiträge in diesem Forum durchliest, den empörten Anspruch, dass am Samstag die Arbeit ruht und am Sonntag sowieso, der muss die Schlussfolgerung ziehen, dass diese Diskussion von Leuten in Gang gesetzt wird, die möglicherweise die Auffassung pflegen, dass wir in Deutschland es uns leisten können, gleich mehrere Gänge zurückzuschalten. Wenn täglich viele Schüler ihre Hausaufgaben nicht machen, ihre Lektüren einfach nicht gelesen haben und ihre Vokabeltests enttäuschend ausfallen, sie aber jede Menge Zeit für Computerspiele, das Fernsehen und andere Zerstreuungen verwenden, dann wird die falsche Diskussion geführt.


 


  1 | 2  >>

Anzeigen
 
 
Lesen Sie sich die Druckausgaben digital im Originallayout mit allen Bildern durch.
ePaper
Für Abonnenten
Für Kaufinteressenten
» Abonnement
» StN Digital
» Einzelexemplar
» Infos
» Preise