Artikel aus den Stuttgarter Nachrichten vom 24.12.2003
Honey
Honig statt Crack
Filmkritik der Stuttgarter Nachrichten
In der Tat: dieser Film ist so süß wie Honig. Aber eineinhalb Stunden lang, pur, bis der Magen rebelliert? So klebrig und übersättigend ist das moderne Märchen von der jungen Honey, die als Tänzerin Karriere im bösen Business macht, aber eigentlich nur eine Tanzschule für die Armen im Getto finanzieren will. Kindliche Kulleraugen danken es ihr, und ein edler Friseur, der lieber Haare schneidet als Crack vertickert, erinnert sie daran, dass ihr Talent von Gott kommt. Und weil der Barbier ein so properer Bursche ist und es hier ohnehin nur Gute und Schlechte gibt, nimmt ihn sich die süße Honey zum Manne. Statt Schimmeln ziehen wohl Honigkuchenpferde die Hochzeitskutsche. Leider kommt der Abspann zu früh.
js
24.12.2003 - aktualisiert: 24.12.2003 10:13 Uhr