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Artikel aus den Stuttgarter Nachrichten vom 15.01.2004

Der Einsatz

Trau, schau, wem!

Filmkritik der Stuttgarter Nachrichten
 

Nichts ist, wie es scheint. Vertraue niemandem." Einem CIA-Ausbilder, der so philosophisch daherredet, zu vertrauen ist keine gute Idee. Das erfährt James Clayton in dem Film "Der Einsatz", der im Original "The Recruit" heißt, was besser passt. Denn es handelt sich um einen Thriller über Vertrauen und Verdacht, über Verschwörungen, die James zu durchschauen versucht, und nicht um einen Actionfilm mit einem Showdown und allerhand Spezialeffekten.

Colin Farrell spielt, wie kürzlich in "S.W.A.T.", einen Helden, der für die Spezialeinheit angeheuert wird. Die Aufgabe der Truppe besteht darin, die USA vor Verschwörungen böser Terroristen zu retten.

Wider besseres Wissen vertraut er also dem dubiosen Ausbilder Walter Burke (Al Pacino spielt ihn geheimnisvoll bis zur Dämonie). Der Mann ködert den jungen Computerexperten mit Informationen über seinen verschwundenen Papa, der vielleicht bei der CIA war, und bald schon betraut Burke ihn mit einer delikaten Aufgabe: James" Kollegin Layla (Bridget Moynahan), in die er verliebt ist, soll eine Terroristin sein, die ein weltzerstörendes Computersystem stehlen will. Wahrheit oder nur eine Aufgabe, um seine Loyalität zu testen?

Farrell und Moynahan hätten das Potenzial, mit mehr Szenen gegenseitigen Belauerns aus einem konventionellen Film einen wirklich aufregenden Thriller zu machen. Doch Donaldson traut dem Zuschauer nicht allzu viel Fantasie zu. Mit einer konventionellen Auflösung enden die spannend angelegten Verwirrspiele.
 

Nicole Golombek

15.01.2004 - aktualisiert: 08.01.2004 09:54 Uhr

 


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