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Artikel aus den Stuttgarter Nachrichten vom 05.08.2004

Ein verrückter Tag in New York

Unterschätzt

Filmstudios glauben, Teenager-Filme bräuchten nur hübsche Gleichaltrige, lustigen Pop und eine Geschichte, die nicht zu sehr davon ablenkt. So auch hier. Jane steht auf Disziplin und Roxy auf Punkrock, und beim Ausflug nach New York gibt es ständig Zoff. Erst durch ein Abenteuer - Fassadenklettern, Kanalisation erforschen, eklige Copyright-Betrüger und schnuckelige Fahrradkuriere treffen - erkennen sie, was sie aneinander haben.

Die Zwillinge Mary-Kate und Ashley Olsen (18) haben sich die Rolle der Michelle Tanner in der Sitcom "Full House" geteilt, seit sie neun Monate alt sind. Nun sind sie geschäftstüchtige Idole: Jede verfügt über 150 Millionen Dollar, ihre Firma Dual Star rechnet 2004 mit einem Milliarden-Umsatz. Zu einer Schauspielausbildung hat es nicht gereicht. Vergebens bemühen sie sich, ihren Figuren Leben einzuhauchen. "Ally McBeal"Regisseurin Dennie Gordon begnügt sich damit, die Videoclip-Generation mit stereotypem Klamauk zu belästigen. Doch man hat die Zuschauer unterschätzt und in den USA einen zweifelhaften Rekord aufgestellt: Am Eröffnungswochenende hat der Film 5,96 Millionen Dollar eingespielt, so wenig wie kein anderer, der gleichzeitig in 3000 Kinos angelaufen ist.
 

gun

05.08.2004 - aktualisiert: 05.08.2004 10:16 Uhr

 


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