Artikel aus den Stuttgarter Nachrichten vom 02.09.2004
Riddick - Chroniken eines Kriegers
Nicht reden, tun
Den Kerl kennen wir schon: Ein verurteilter Mörder, der in "Pitch Black - Planet der Finsternis" einen Raumschiff-Crash überlebt und alle Hände voll zu tun hat, um nicht Futter für hungrige Aliens zu werden. Doch Riddick (Vin Diesel) trotzt jeder Gefahr, was ihm die Freiheit bringt, aber keinen Frieden. Fünf Jahre sind seitdem vergangen, und nun jagen ihn Kopfgeldjäger. Riddick tritt gegen eine gefährliche Sekte an, die laut alter Sage nur ein Furianer besiegen kann. Und wie es das Schicksal und das Drehbuch wollen: Riddick ist ein solcher.
Doch zunächst gerät er in Gefangenschaft. Auch das zweite Zusammenspiel des einfallsreichen und fantasievollen Inszenators David Twohy und des kantigen Haudegens Vin Diesel ist sein Geld wert. An Spannung fehlt es nicht. Die exotischen Science- Fiction-Szenarien machen die Dürftigkeit der Dialoge wett, und dass Riddick der Held eines jener Ballerspiele ist, mit denen heutzutage die Jugend wehrtüchtig gemacht wird, spricht nicht gegen ihn. Erstaunlich an diesem Film ist nur, dass es Twohy gelang, so bemerkenswerte Darsteller wie Judi Dench, Thandie Newton, Alexa Davalos und Colm Feore auf die Besetzungsliste zu bringen.
Otto Kuhn
02.09.2004 - aktualisiert: 02.09.2004 10:55 Uhr