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Volkshochschulen

Herausforderung E-Learning

Die Volkshochschulen experimentieren mit virtuellen Angeboten
 

Stuttgart (eigener Bericht) - Wenn Frank Hartlein auf Geschäftsreise geht, hat er den Laptop mit dem Zugang zum virtuellen Campus immer dabei. Im Zug erledigt er seine Hausaufgaben, die er anschließend über Handy und Infrarotschnittstelle auf die Lernplattform überträgt. "Ich bin kein Internet-Freak", sagt der Ingenieur, der auf diese Weise sein Business-Englisch aufbessert, "aber ich schaue fast täglich rein, ob jemand zum Chatten da ist oder ob es neue Aufgaben gibt."
Diese Art zu Lernen begeistert den Familienvater aus Bremerhaven. Zuvor hatte er einen Grundkurs an der örtlichen Volkshochschule absolviert - nach der herkömmlichen Methode: Einmal wöchentlich paukte er in der Klasse, dazwischen war Pause. "Jetzt beschäftige ich mich auch während der Woche ständig mit Englisch", meint er.

Hartlein ist am virtuellen Campus der E-VHS-Akademie Lingen eingeschrieben, einem von der Lingener Volkshochschule initiierten Projekt. Im "Silikon-Moor", wie Projektleiterin Margit Lehmkuhl-Wiese die Provinz um Lingen gerne bezeichnet, ist man schon seit zwei Jahren mit der Entwicklung eines Telecenters für Online-Lernen zugange.

Kurse mit Online-Anteilen gehören auch bei der Stuttgarter VHS schon zum Programm. Doch von einem vollwertigen E-Learning-Angebot kann in Stuttgart noch keine Rede sein. "Dazu müsste viel Geld investiert werden, das kann eine Volkshochschule allein nicht schultern," meint Ulrike Schmid vom Fachbereich EDV.

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